Vielfalt auf dem Tanzparkett

Opulente Bilder und emotionale Momente

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Opulent: Vier Farben für Vivaldis vier Jahreszeiten.

Scheeßel - Die Galas des Tanzvereins „Step by Step“ haben sich schon vor Jahren einen Namen gemacht – mit kreativen Choreografien, hoher Professionalität in Licht und Technik und einer großen Vielfalt der Darbietungen. Und auch am Samstag hielten Fiona Stermann und ihre Mitstreiter, was die „Sommer-Tanzgala 2017“ versprach.

Was die Tanzschülerinnen in einer guten Stunde in der zur Bühne umfunktionierten Sporthalle der Beekeschule darboten, zeichnete sich vor allem durch eins aus: Vielfalt. Das lag zum einen an der klugen Tradition Stermanns, fortgeschrittene Elevinnen selbst Choreografien entwerfen zu lassen; für die Tanzlehrerin „mit der schönste Moment meines Berufs“. Und in der Tat waren es gerade Stücke wie „Le Pling“ von Laura Heuer und Hannah Sievers, das verträumte „A Thousand Years“ von Hannah Sievers und Victoria Wildhagen oder das einem Uhrwerk nachempfundene, zackige „Tick Tack“ von Tamara Woytal und Ann-Kathrin Zimmermann, die immer wieder frische, neue Impulse auf die Bühne brachten.

 Zum anderen hatte Fiona Stermann einen lang gehegten Plan in die Tat umgesetzt und nach 37 Jahren Freundin und Kollegin Diane Nowak mit ihrer Ballettschule in den Beekeort geholt. Die 18 Gäste aus Beverstedt waren mit einigen Stücken aus dem Ende des Vorjahres aufgeführten „Zauberer von Oz“, großen Posen, bestechender Technik und vor allem vielen bunten Kostümen angereist; entsprechend opulent die Bilder, etwa bei den in den Regenbogenfarben abgestuften Kleidern in „Somewhere over the Rainbow“ oder auch die in Weiß getanzte Serenade.

Sommergala von „Step by Step“ und Ballettschule Beverstedt

 © Ulla Heyne
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Schwelgerisch fielen auch die „Vivaldi Inspirationen“ aus. Die hatten Stermann nach eigenem Bekunden schon seit Langem im Kopf geschlummert: „Sie haben wohl auf die Tänzerinnen gewartet.“ Die in den Grundfarben gehaltenen riesigen Metallic-Umhänge im Plisseelook boten schöne Ausdrucksformen, vom lieblichen Sommer bis zum dramatischen Wintereinbruch. Fast noch eindrucksvoller geriet am Schluss Ravels Bolero. Einzelne Beine, die wie Schlingpflanzen aus dem Boden emporzuwachsen scheinen, Körper mal mit zwei, mal mit vier Beinen, die sich umeinander winden, wie ein Konglomerat zu einer Riesenraupe verschmelzen, um sich wieder zu teilen – moderner Ausdruckstanz, der schon in Richtung Tanztheater schielte.

Vorher hatten jüngere Schülerinnen beim Charaktertanz ihr Können gezeigt, gleich drei jüngere Solistinnen ihre Ballettkünste und die Stepper hatten beim „Kantinen-Klatsch“ mit Cup-Song und Stepbattle für Stimmung gesorgt. Der emotionalste Moment stand vier der „alten Hasen“ und Stermann jedoch noch bevor: Für die Abiturientinnen Kathena Behrens, Merle Bruns, Lara Heuer und Ann-Christine Meyer hieß es nach vielen Jahren Abschied vom Tanzen in Scheeßel nehmen. „Das hat uns sehr viel bedeutet“, so Heuer in einer Rede, „ich tanze, solange ich denken kann!“

hey

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