Gang in den Ruhestand

Noch lange nicht ruhend

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25 Jahre war Johann Bassen für die Gemeinde tätig. Von Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele gab es eine Urkunde.

Scheeßel - Von Matthias Röhrs. Nach einem Vierteljahrhundert im Dienste des Bauhofes der Gemeinde Scheeßel sollte für Johann Bassen aus Hetzwege eigentlich Schluss sein mit Arbeiten. Mit seinem Jubiläum verabschiedet sich der 65-Jährige zwar auch offiziell in den Ruhestand, aber Schluss ist für ihn noch lange nicht: Denn Bassen ist ein Aktivposten.

25 Jahre lang war er gerade den Besuchern des Freibades und des Stadions Waidmannsruh ein Begriff, für deren äußere Pflege er zuständig war. Im Winter stand er meistens als einer der ersten auf, zur sogenannten Guckstunde, um zu sehen, ob die Straßen der Gemeinde glatt oder verschneit sind, um dann den Bauhof oder die verantwortlichen Lohnunternehmen zum Streuen zu aktivieren.

„Meine Runde war immer von Hetzwege nach Moordamm und Wittkopsbostel und wieder zurück. Wenn es am Moordamm glatt war, wusste ich, dass ist auf den Brücken in Scheeßel auch so“, erzählt er.

Alles Erfahrungen, die dem Bauhof trotz Bassens Ruhestand aber nicht verloren gehen. Als 450-Euro-Kraft will er auch in Zukunft einspringen, wenn Not an Mann ist. Sehr zur Freude von Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele. „Da wissen wir, das ist eine flexible und zuverlässige Hilfe, wenn wir sie brauchen“, so die Gemeindechefin bei Bassens Verabschiedung. Auch sei er einer, der anstehende Arbeiten immer erkannt und Notwendigkeiten aufgezeigt habe.

„Ich habe gerne für die Gemeinde gearbeitet“, so Bassen selber. Doch von Ruhe im Ruhestand will er nichts wissen. „Meine Frau fragt mich immer, ob ich schon wieder Pfeffer im Hintern habe“, sagt er und lacht laut. Aber erst einmal müsse „sich alles einpendeln“. Nun wolle er einigen Verwandten bei der Arbeit helfen und einige Lohnunternehmer unterstützen. Außerdem baut er gerade ein neues Haus. Seinen Hof hat der gelernte Landwirt bereits aufgegeben, die Flächen verpachtet. „Was soll ich mit 65 Jahren auch noch in der Landwirtschaft machen?“, fragt er. Nur um seine Hühner will er sich noch kümmern.

Bassen ist ein direkter Typ, „einfach machen“, ist seine Devise. Selbst im Winter, wenn die Arbeit im Gebüsch auch mal nicht ganz so viel Spaß gemacht habe, wenn der Schnee auf seinen Kopf fiel. Bassen: „In 25 Jahren bin ich immer lustig zur Arbeit gegangen.“

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