Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales und Sport empfiehlt weitere Ideensammlung

Noch kein Neubau der Kita in Hetzwege

Der Kindergarten Hetzwege ist zur Zeit in diesem ehemaligen Schulgebäude untergebracht.
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Der Kindergarten Hetzwege ist zur Zeit in diesem ehemaligen Schulgebäude untergebracht.

Scheeßel/ Hetzwege – Lange wurde im Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales und Sport diskutiert, am Ende die eigentliche Entscheidung verschoben. Im Fokus stand die Idee, in Hetzwege einen kompletten Neubau der Kindertagesstätte anzustoßen. Dirk Lange, Vorsitzender der CDU-Fraktion, stellte den Antrag seiner Partei vor: Der potenzielle Neubau soll nicht nur einen Kindergarten beinhalten, sondern mit Krippe, Kindergarten und Ganztagsbetreuung ausgestattet werden.

Aktuell sind die jüngsten Anwohner des Ortes in einem ehemaligen Schulgebäude untergebracht. „Das Gebäude ist relativ alt, es gibt Stolperfallen, verschiedene Höhen, und auf dem Grundstück selbst ist keine Erweiterung möglich“, beschrieb Lange die Ausgangssituation. Vor allem die Räume im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss werden für die Kinderbetreuung genutzt. „Eine moderne, zeitgemäße Betreuungsarbeit ist hier nicht möglich“, so die Kritik, die in dem Antrag beschrieben wird. „Es ist aber wichtig, für die Familien ein vollumfängliches Angebot wohnortnah anzubieten“, erläuterte der kommunale Politiker.

Wiederholt hätten sich Eltern mit der Bitte um Ausweitung des Betreuungsangebotes an den Ortsbürgermeister gewandt – diese sei eben aber so nicht möglich. „Es ist wichtig, dass die Kinder, die in unseren Dörfern aufwachsen, dort untergebracht werden, damit sie sich direkt mit ihrem Umfeld identifizieren können“, so Lange. Nur so würden die Kinder später auch den Weg in die Vereine vor Ort finden.

Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) berichtete, dass es seit mehreren Wochen intensive Beratungen zum Thema Kinderbetreuung gebe. „Wir haben den Bedarf erkannt, doch woher sollen wir das Personal nehmen?“, schilderte sie eines von mehreren Problemen. „Es kommen mehrere Standorte in Frage“, führte sie aus. Aus Sicht der Verwaltung komme der Vorschlag zu früh.

Wolfgang Kirschstein (SPD/UGS) stellte fest: „Der Antrag hat uns überrascht, aber im positiven Sinne.“ Der Dialog müsse ausgeweitet werden, die Bedarfsanalyse sei ausbaufähig. „Wir können uns der Idee anschließen, mehr Fakten zu sammeln und dann eine sachgerechte Diskussion zu führen“, betonte er. Arthur Lempert (Bündnis90/Grüne) schloss sich dem an, kommentierte, „das ist ein Schnellschuss“. Der finanzielle Aspekt sei nur eines, das Problem mit dem Personal sei noch größer. „Die potenzielle Vernetzung der Kinder ist für mich kein Argument für den Standort Hetzwege“, so Lempert weiter.

Heinrich Hollmann (CDU) erläuterte, dass man durch überzeugende Angebote dafür Sorge trage, dass die Menschen, die in den Dörfern groß werden, dort bleiben oder dorthin zurückkommen. Am Ende erklärten die CDU-Politiker, dass sie den vorgeschlagenen Weg gut mitgehen könnten. Einstimmig beschloss der Ausschuss, dass man im Haushalt 2021 20 000 Euro für die Planungskosten einer Erweiterung der Kinderbetreuung aufnehmen werde. „Der Vorschlag Kita-Neubau in Hetzwege fließt in die Überlegungen ein“, versprach Dittmer-Scheele abschließend.  jtb

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