Anlage am neuen Standort im Industriegebiet soll im Laufe der zweiten Jahreshälfte in Betrieb gehen

Noch Baustelle, demnächst Bauhof

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Christian Seidler (von links), Stefan Behrens und Jörg Neumann sind zufrieden mit dem Fortschritt des Umbaus.

Scheeßel - Jörg Neumann vom Bauhof entfernt noch sichtbare Spuren des Vorbesitzers der Halle an der Rudolf-Diesel-Straße. Zwei Aufkleber an einer Metalltür erinnern noch an die Dachtechnikfirma Hastedt. Künftig wird dort voraussichtlich das Wappen der Gemeinde Scheeßel angebracht sein.

„Im Laufe der zweiten Jahreshälfte soll der neue Standort voll funktionsfähig sein“, teilt Christian Seidler vom Fachbereich Gebäudewirtschaft im Rathaus mit. Der Einzug verzögert sich somit um mindestens acht Monate. Denn ursprünglich war angedacht, dass der Bauhof schon zum Jahreswechsel hin am neuen Standort einsatzbereit ist. Allerdings habe man noch einige behördliche Hürden nehmen müssen, sagt Scheeßels Hauptamtsleiter Stefan Behrens.

Im Moment sieht die 950 Quadratmeter große Halle, in der unter anderem der Fuhrpark untergebracht sein wird, noch aus wie ein Rohbau. Neu gezogene Zwischenwände deuten jedoch schon jetzt den Werkstattbereich an, in dem später Klein- und Spielgeräte repariert werden sollen. Auch gibt es einen eigenen Raum für Farben und Lacke – „frostgeschützt, damit die Materialien lange halten“, erläutert Neumann. Daneben befinden sich das künftige Kleinteile- und Elektrogerätelager, ein schalldichter Kompressorraum, das Gefahrenstofflager, ein Waschplatz für Kleingeräte sowie ein belüfteter Lagerraum für alle motorbetriebenen Maschinen wie Baggerstampfer und Laubbläser – alles basierend auf Ergebnissen einer sogenannten Bauhof-Organisationsuntersuchung. Zwar seien nicht alle Empfehlungen im Zuge des Umbaus auch eins zu eins umgesetzt worden, „im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir aber das Optimum an Arbeitssicherheit, Logistik und Lagermanagement herausholen können“, stellt Behrens erfreut fest.

Dazu gehöre auch, dass sämtliche Türen mit dem Gabelstapler durchfahren werden können. Und: Im Eingangsbereich entsteht für das Personal ein sogenannter Schwarz-Weiß-Bereich. „Der ist heutzutage Pflicht, da wir es als Bauhof auch mit Hausmüll, Tierkadavern und Hundekot zu tun haben und somit der sogenannten Biostoffverordnung unterliegen“, erklärt Jörg Neumann. Vor Arbeitsantritt würden die Mitarbeiter so erst eine Schleuse passieren müssen, um anschließend in ihre dekontaminierten Arbeitsklamotten zu schlüpfen. Bevor nach Feierabend wieder zivile Kleidung angezogen werden könne, stünde zunächst der Gang unter die Dusche an. „Man will ja keine Krankheitserreger mit nach Hause nehmen“, sagt er.

„Dafür gab es am alten Standort keinen Platz“

Ebenfalls in der Entstehungsphase befindet sich der Sozialtrakt mit Büros, Besprechungsraum und Küche. Und auch auf dem Außengelände, auf dem schon jetzt einige Schüttgüter lagern, wird sich einiges tun. So sollen dort noch Extra-Boxen für die Sortierung der Materialien aufgestellt werden, ebenso Container, in denen beispielsweise Altholz- und -metall sowie Kunststofffolien getrennt aufbewahrt werden können. Dafür gab es am alten Standort bisher keinen Platz.

Daher habe man bisher auch die Räume der ehemaligen Scheeßeler Diskothek mitgenutzt. „Bisher arbeiten wir mit unseren Lagerflächen dreigleisig“, so Neumann. Mittelfristig sei vorgesehen, alles am neuen Standort zu bündeln.

Eine Liegenschaft, mit der sich die Gemeinde und ihr Bauhof sehr zufrieden zeigen. „Die zentrale Lage im Industriegebiet ist super“, findet der Standortverwalter. Auch Stefan Behrens nickt zustimmend: „So etwas hatten wir uns vorgestellt.“

Der gesamte Umbau kostet 350 000 Euro. „Insgesamt werden wir diese geplanten Kosten auch einhalten“, sagt Christian Seidler. Gekauft hatte die Gemeinde das rund 5 000 Quadratmeter große Gründstück bereits im September 2014. Zurzeit sind die Mitarbeiter noch immer im alten Domizil am Vahlder Weg untergebracht – und die Vorfreude auf den neuen Arbeitsplatz steige von Tag zu Tag, sagt Jörg Neumann. „Die Stimmung im Team war nie besser, was auch daran liegt, dass wir personell aufgestockt worden sind und einige neue Arbeitsgeräte hinzubekommen haben.“

Sich mit Blick auf den Umzugstermin auf den Tag genau festlegen – das wollen er und die beiden Verwaltungsmitarbeiter besser nicht. „Wir machen so etwas ja auch das erste Mal“, sagen die Drei.

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