An der Ortsausfahrt Westervesede nach Scheeßel

CDU macht auf Missstände bei Radweg aufmerksam

Mehr als 20 Parteifreunde und einige Anwohner waren mobilisiert worden, um mit einem Foto der Forderung nach einer Radwegerneuerung Nachdruck zu verleihen.

Westervesede – Es gibt Pressetermine, bei denen man sich mit einiger Spannung fragt, was es denn wohl Neues gibt. So war es auch am Freitagabend bei der Einladung des CDU-Gemeindeverbandes zur Ortseinfahrt Westervesede – eben dort, wo unsere Zeitung schon verschiedentlich (zuletzt im Sommer 2018) über den schlechten Zustand des Radwegs nach Scheeßel berichtet hatte.

Die ernüchternde Erkenntnis: Es gibt nichts Neues in puncto Erneuerung, jedenfalls fast nichts. Für Günter Bassen, den Gemeindeverbandsvorsitzenden der CDU, ist genau dies ein guter Grund für die Zusammenkunft. Zwei Dutzend Menschen hatten sich am Freitag hier fürs Pressefoto versammelt, viele aus Reihen der CDU, aber auch einige Anwohner. Sie bekamen vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Dirk Lange eine Zusammenfassung der „unendlichen Geschichte“: 2012 die erste Beschwerde durch Einwohner beim Ortsbürgermeister Ralf Jürges, der die Kritik an die Gemeinde und, da diese für Landesstraßen nicht zuständig ist, an die Straßenbaubehörde in Verden weiterleitete.

Im Laufe der Jahre drückten immer mehr Baumwurzeln den Asphalt nach oben; entsprechend häufte sich der Unmut der Bewohner von Wester-, aber auch Ostervesede ab 2017. Darauf suchte man seitens der Gemeinde den Kontakt zu den Verantwortlichen in Verden – vergeblich. Noch nicht einmal einen Zeitrahmen für die Bearbeitung des Falls habe man dort nennen können, so Langes Kritik. Auf Beschwerdebriefe und Eingaben Einzelner hin sei ein Standard-Antwortschreiben gekommen.

„Müssen in Zukunft viel früher einsteigen“

Warum die CDU allerdings ausgerechnet jetzt, sieben Jahre nach Auftreten der ersten Missstände, das Thema für sich entdeckt hat? Lange ist überzeugt: „Das Fahrrad wird, gerade in Zeiten der E-Mobilität, ein immer wichtigeres Verkehrsmittel, man muss aber auch Infrastruktur instand halten. Da müssen wir in Zukunft viel früher einsteigen.“

Dem kann Hilke Behrens, ebenfalls CDU-Mitglied, nur zustimmen. Sie erzählt, dass die Baumwurzeln sie und ihren Freund bei einer Radtour zu Fall brachten: „Nach dem Überfahren einer Baumwurzel wurde der Lenker herumgeschleudert und wir sind zusammengekracht.“ Trotz ihres Sturzes über den Lenker sei die Sache noch einmal glimpflich ausgegangen.

Konkrete Maßnahmen sind, außer dem Pressetermin, um „den Sachverhalt bekannt zu machen“, wie Bassen betont, seitens der CDU nicht in Planung. Allerdings sei man als „flankierende Maßnahmen“ mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie der Kreistagsverwaltung im Gespräch, versichert Bassen.

Die gute Nachricht: In dieser Woche soll es in bei der Behörde Verden ein Gespräch geben, zu der auch die Bürgermeisterin geladen ist. Dort gilt es, wenn es nach Bassen und seinen Mitstreitern geht, endlich Nägel mit Köpfen zu machen: „Wir möchten eine verbindliche zeitliche Zusage, und das tunlichst noch für eine Ausführung der Arbeiten in diesem Jahr.“  

hey

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