Startschuss fällt im Januar

Gemeindebücherei erhält digitales Ausleihsystem

Runde Formen, moderne Farben – die neue Ausleitheke in der Gemeindebücherei macht optisch viel her.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Auch dann Bücher ausleihen können, wenn keine Mitarbeiter anwesend sind – nein, in den Genuss einer „Open Library“, wie es sie schon in einigen Kommunen gibt, werden die Kunden der Gemeindebücherei Scheeßel nicht kommen.

Dafür bricht hier, an der Schulstraße, bald ein neues Medienzeitalter an. Die bisherige Handarbeit soll auf die elektronische Ausleihe umgestellt werden. Die Bibliothek wird damit quasi zur Mediothek.

Ein kurzes Piepen ertönt. Fast wie an der Supermarktkasse. Anja Grobrügge sitzt hinter der neuen Ausleihtheke, die seit ein paar Wochen den Eingangsbereich schmückt, und zeigt, wie‘s geht: Die Büchereimitarbeiterin hält den Leseausweis mit Strichcode unter den Handscanner. Der Computerbildschirm zeigt ihr darauf hin das Benutzerkonto des Kunden an. 

Danach wird auch das von ihm gewünschte, ebenfalls mit einem Barcode versehene Medium gescannt. „Am Ende bekommt man einen kleinen Bon mit, auf dem drauf steht, welches Medium ausgeliehen wurde und bis wann es zurückgebracht werden muss“, erklärt Grobrügge das EDV-gestützte Prozedere.

Per Scanner und Computer

Noch ist es eine Demonstration dessen, was moderne Technik inzwischen kann. Doch ab Januar, kündigte Fachbereichsleiter Stefan Behrens am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus, Kultur- und Heimatpflege an, werde die elektronische Ausleihe in vollem Umfang an den Start gehen können. Was früher mit Karteikarten und Stempel getätigt wurde, sollen dann der Scanner und „Kollege“ Computer erledigen. 

„Dafür muss jetzt erst mal die Hardware installiert werden“, gab Behrens die Richtung vor. Spätestens im September werde der Büchereiverband Lüneburg dann die entsprechende Software installieren, für deren Handhabung das Büchereiteam um Grobrügge und ihrer Kollegin Sabine Scheer noch an einer Schulung teilzunehmen hätten.

Persönliche Daten sind geschützt

„Was passiert dann eigentlich mit meinen persönlichen Daten?“, wird sich wohl mancher Büchereinutzer jetzt die Frage stellen. Behrens gibt Entwarnung: „Diese werden natürlich systemintern nur für die Zwecke der Entleihe genutzt und nicht etwa dafür, sie womöglich an irgendwelche Adressverlage meistbietend zu veräußern.“ Allerdings würden mit den Daten statistische Erhebungen durchgeführt, um so Rückschlüsse auf die Popularität der ausgeliehenen Medien schließen zu können. 

„Aber das wird natürlich ohne Namensbezug gemacht“, versichert er. Dieser besondere Hinweis auf den Datenschutz findet sich – neben einigen wenigen anderen Punkten – auch in der von der Verwaltung überarbeiteten Büchereisatzung, die der Fachausschuss auf den Weg zu bringen hatte und, sollte der Gemeinderat noch seine Zustimmung erteilen, ab August in Kraft treten wird.

Anja Grobrügge freut sich schon auf das digitale Ausleihsystem. „Unsere Arbeit wird dadurch deutlich erleichtert.“ Ihr Arbeitsplatz, die von runden Formen und modernen Farben geprägte Ausleihtheke, gefalle ihr richtig gut. „Und auch unsere Kunden sind von ihr ganz angetan.“

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