Fachausschuss fasst Satzungsbeschluss für „Bargfelde“ in Westervesede / Erschließung 2021

Neues Baugebiet ist fast durch

Der rot markierte Bereich kennzeichnet das Plangebiet für das Neubaugebiet „Bargfelde“.  
Grafik: Gemeinde Scheeßel
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Der rot markierte Bereich kennzeichnet das Plangebiet für das Neubaugebiet „Bargfelde“. Grafik: Gemeinde Scheeßel

Scheeßel/Westervesede – Der Ruf nach Bauland, er ist laut in Westervesede. Darum hat die Gemeinde Scheeßel schon 2018 ein neues Wohngebiet auf den Weg gebracht, mit dem sie die dörfliche Eigenentwicklung, so wie sie die Raumordnung vorschreibt, vorantreiben möchte. Das Bauvorhaben „Bargfelde“ liegt östlich am Tavenhorn, soll in zwei Abschnitten erschlossen werden, auf denen einmal bis zu 29 Grundstücke Platz finden könnten.

Lange hat das von mehreren Hürden begleitete Bauleitplanverfahren gedauert, jetzt war es aber endlich so weit: Einstimmig befürwortete der gemeindliche Bau- und Planungsausschuss, für das drei Hektar große Areal den Satzungsbeschluss zu fassen. So kann 2021, gesetz dem unwahrscheinlichen Fall, der Gemeinderat legt in seiner Sitzung nächste Woche nicht noch ein Veto ein, mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden. Sobald die Bagger anrücken, das ist klar, wird sich das Bild auf dem Maisacker kräftig wandeln.

Nachfragen zu den Ausführungen von Verwaltungsmitarbeiterin Silke Meyer gab es keine mehr. Sie hatte dem Gremium die zum Vorhaben aus der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen erläutert. Änderungen hätten sich aus diesen nicht ergeben, was ebenfalls einen Hinweis der Bundesnetzagentur und von Tennet bezüglich „SuedLink“ betreffen würde. Beide hätten auf den geplanten Trassenverlauf aufmerksam gemacht, dem das Baugebiet gegebenenfalls in die Quere kommen könnte.

Allerdings, so Meyer, handele es sich in dem Fall nicht um die Vorzugs-, sondern die Alternativtrasse, die später höchstwahrscheinlich aber gar nicht zum Zuge kommen werde. „Wenn es ganz schlecht kommt, müssten wir unser Baugebiet tatsächlich aufgeben“, machte die Verwaltungsfrau deutlich. „Dass das passiert, halten wir aber für äußerst unwahrscheinlich.“ Selbst wenn die Alternative wider Erwarten am Ende doch umgesetzt werden sollte, gäbe es ihren Worten nach noch Spielraum: „Dann sollte es möglich sein, die Leitung als solche innerhalb dieser Einen-Kilometer-Trasse dorthin zu verlegen, wo sie unser Plangebiet nicht stört.“ Ohnehin sei bereits jetzt Bebauung vorhanden, die in die Trasse hineinragen würde. „Insofern empfehlen wir, diese Anregung nicht zu berücksichtigen.“ Irgendwann im ersten Quartal 2021, kündigte sie an, sei mit einer Entscheidung zu rechnen, welche Variante denn nun zum Zuge kommt.

Was die Zeitachse für das Westerveseder Baugebiet betrifft, könne man sich dem zweiten Abschnitt, der sich im südlichen Teil befindet und zehn Grundstücke umfasst, frühestens erst nach zehn Jahren nach Inkrafttreten des Bebauungsplans widmen – aber auch nur dann, sollte der erste Abschnitt im Norden, welcher 19 Grundstücke vorhalten soll, zu dem Zeitpunkt schon zu 90 Prozent bebaut sein. „Außerdem muss ein weiterer Baulandbedarf nachgewiesen sein, dass der auch existiert“, erläuterte Meyer.

Damit käme die Gemeinde einer Vorgabe des Landkreises nach, wie auch jener, wonach der ganz südliche am Tavenhorn gelegene Bereich, in dem gegenwärtig noch die nach der Geruchsimmissionsrichtline festgesetzten Grenzwerte überschritten würden, erst dann zur Umsetzung gelangen dürfe, sollten in zehn Jahren die maßgeblichen Werte eingehalten werden können. „Das wäre möglich, wären die Stallanlagen gänzlich aufgegeben oder wenn sich die Rechtssprechung dahingehend geändert hat, dass andere Geruchsvorgaben gelten“, so die auf Bauleitplanung spezialisierte Fachfrau. „Wir sind auch guter Dinge, dass das bis dahin passiert sein könnte.“  

Von Lars Warnecke

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