„Neuer alter“ Beeke-Schulleiter Sven Borstelmann offiziell ins Amt eingeführt

Weiter auf gutem Kurs

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„Sie sind Ihrer Zeit voraus” – Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (l.) beschenkte Sven Borstelmann mit Symbolkraft.

Scheeßel - Lang hat´s gedauert, nun ist es amtlich: Sven Borstelmann, seit April 2014 kommissarischer Schulleiter der Beeke-Schule, wurde am Montagnachmittag im Rahmen einer Feierstunde offiziell ins Amt eingeführt. Bereits der Blick auf die Gäste zeigt: Borstelmann ist ein Netzwerker.

Neben dem Kollegium, Schuldezernent Ulrich Dettling, ehemaligen Schulleitern, Eltern und Schülern sowie Vertretern von Kirche, Rat und Gemeinde waren auch Kollegen der benachbarten Schulen, aber auch der Kindergärten gekommen, um die Verdienste des seit 2009 in der Schulleitung Aktiven zu würdigen. In der, nach eigener Aussage „zuweilen beschwerlichen Anfangsphase“, hatte der Chemie- und Physiklehrer, gemeinsam mit seiner Vorgängerin Elke Oppermann das Geschehen der Beeke-Schule entscheidend mit geprägt.

Ob Verjüngung des Kollegiums, Übergang zur Oberschule oder diverse Umbaumaßnahmen: „Sie haben einiges auf den Weg gebracht und sind ein guter Motor für das Team“, sagte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) als Vertreterin des Schulträgers. Borstelmann selbst machte keinen Hehl daraus, dass er sich als Teamplayer versteht: Sein Dank ging ebenso an seine Kollegen in der Schule und seine mit Rat zur Seite stehende Vorgängerin wie an die über den Scheeßeler Bildungsweg vernetzten Schulleiter der Grund- und Eichenschule, aber auch die Kollegen aus Sottrum und Lauenbrück.

Auch Ulrich Dettling hob den gegenwärtig guten Kurs der Beeke-Schule hervor: „Das Konzept Oberschule bietet einen großen Gestaltungsspielraum für individuelle Schwerpunkte für Schüler, die Sie gut genutzt haben.“ So habe Borstelmann nicht nur pädagogisch die Weichen gestellt – wie mit der Einführung der inklusiven Schule –, sondern auch organisatorisch, etwa mit der Umstellung auf ein Kurs- statt des Klassensystems. Er ermunterte zu Transparenz und Offenheit, aber auch zum Bekenntnis zu Werten.

Die Aufgaben der Zukunft liegen laut Borstelmann in der Bewältigung der Flüchtlingszuwanderung, Inklusion und demografischem Wandel. Aber auch konkrete Projekte wie die Renovierung der 42 Jahre alten Schulküche stehen auf der „to do“-Liste.

Die Schüler würdigten ihren „Chef“ mit einem gebundenem Buch persönlicher Tipps gegen schlechte Laune und einigen musikalischen Ständchen. Bei Schülern wie Kimberley Dave (Gesang) oder einem Akkordeonsolo des Fünftklässlers Michael Dundukow wird deutlich: Hier schlummern Talente.

Umso verständlicher Borstelmanns Wunsch für die Zukunft: „Ich hoffe, dass bei aller Bürokratie die Kinder wieder mehr im Mittelpunkt stehen.“ Schwerpunkt soll in Zukunft die Stärkung von Fächern mit hohem Praxisbezug wie Werken, Hauswirtschaft und textiles Gestalten sein: „Alles, wo Kinder mit den Händen arbeiten können – das ist bisher ins Hintertreffen geraten.“

hey

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