Neues Bonus- und Gutscheinsystem

Scheeßeler Gewerbeverein: Neue Karte für mehr Kunden

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Gianluca Kiy hat den Mitgliedern des Scheeßeler Gewerbevereins gezeigt, wie die Vergabe der Bonuspunkte funktioniert.

Scheeßel - Die Scheeßeler Einzelhändler gehen möglicherweise bald mit einer Bonuskarte neue Wege, um die Kunden im Ort zu binden. Die Bochumer Firma Rebos hat auf dem Stammtisch des Gewerbe- und Verkehrsvereins Scheeßel (GVS) zumindest ein entsprechendes System vorgestellt. Ob dies auch in Scheeßel zum Einsatz kommt, darüber wird der Verein sich in der nächsten Zeit beraten, und während der kommenden Jahreshauptversammlung könnte eine Entscheidung gefällt werden. Den Fahrplan hält Vorsitzende Angelika Dorsch für möglich.

In vielen Gemeinden gibt es Maßnahmen, die die Kunden zum Kaufen im Ort animieren sollen. In der Kreisstadt ist es der Rotenburger Zehner, in Scheeßel ist es bislang die Heimvorteil-Karte gewesen. Die wird allerdings nicht mehr so fleißig genutzt, erklärt die Vereinsvorsitzende. Nur 15 Unternehmen würden die Karten überhaupt noch stempeln, hätte eine Auswertung im Rathaus ergeben. Dort gehen gestempelte Karten ein und Kunden bekommen dafür Gutscheine. Die Scheeßeler Verwaltung übernimmt diesen Part also. Dass das Modell Heimvorteil-Karte nicht mehr so gut funktioniert wie am Anfang, verdeutlicht Dorsch an einem Beispiel aus ihrer eigenen Erfahrung: „Ich bin in der vergangenen sieben Jahren nicht einmal nach der Stempelkarte gefragt worden.“ Zeit für frischen Wind befand der Vorstand daher schon vor einiger Zeit und hat sich nach Möglichkeiten umgeschaut. Fündig wurde er bei der Firma Rebos.

Das Unternehmen aus Bochum arbeitet seit 2014 an einem System, das lokales Einkaufen stärken soll. Damals ist ein Prototyp entwickelt, ein Jahr später die Firma selbst gegründet worden. Ein zehnköpfiges Team arbeitet an der Software, drei von ihnen waren nach Scheeßel zum Stammtisch der Gewerbetreibenden gekommen, um sich vorzustellen. Geschäftsführer Hendrik Hüniger, Vertriebler Michael Hamdorf und Gianluca Kiy haben erklärt, wie Rebos funktioniert und Fragen beantwortet. Davon hatten die Anwesenden einige.

Rebos fußt auf fünf Säulen. Es gibt Rabatt, der über eine Bonuskarte registriert wird. Onlinewerbung spielt daneben eine große Rolle. So können Nutzer der Bonuskarte sich registrieren und einen Newsletter erhalten. Darin würden hauptsächlich Aktionen der Geschäfte beworben. Es sei aber auch eine Plattform für Hinweise auf Veranstaltungen oder touristische Attraktionen. Auch eine Online-Präsenz werde geschaltet. Das System biete daneben Gutscheine und einen Verlosungsmanager. Außerdem könnten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern mit der Bonuskarte Punkte als steuerfreie Sachzuwendungen vergeben. Der GVS müsste das System kaufen, die Firma wäre nur Betreiber im Hintergrund. Der Verein könne Rebos individuell für sich gestalten, betonen die Mitarbeiter.

Zwar interessiert, aber noch mit einigen Fragen haben die anwesenden Scheeßeler Unternehmer die Präsentation verfolgt. Etwa wollten sie wissen, ob das System in anderen Städten, in denen es angewandt wird, schon zu weniger Abwanderung der Kundschaft geführt hat. Auch die Finanzierung war für viele ein Thema. Immerhin muss der Verein einmalig 12 000 Euro zahlen, die einzelnen Unternehmen können dann verschiedene Monatspakete buchen.

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