Westerescher Ortsrat und Gemeinde sprechen sich gegen Neubau aus

Nein zur Windkraftanlage

Bei ihnen dominiert die Sorge, beim Bau eines ertragreicheren Windrads neue Probleme zu schaffen: Ortsbürgermeister Ernst Behrens (Mitte), dessen Stellvertreterin Mareile Cordes sowie Joachim Köhnken von der Gemeinde. ·
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Bei ihnen dominiert die Sorge, beim Bau eines ertragreicheren Windrads neue Probleme zu schaffen: Ortsbürgermeister Ernst Behrens (Mitte), dessen Stellvertreterin Mareile Cordes sowie Joachim Köhnken von der Gemeinde.

Westeresch - Klare Position gegen den Bauantrag für eine neue Windenergieanlage im Ortsgebiet hat der Westerescher Ortsrat bei seiner jüngsten Sitzung bezogen. Geplant und beim Landkreis beantragt hatte das Projekt Horst Mangels.

Seit Anfang der 90er-Jahre ist der Unternehmer aus Alfstedt im Windenergiegewerbe tätig und will im Zuge des „Repowering“-Programms eine der bereits vorhandenen Anlagen in Westeresch durch ein neues, ertragreicheres Windrad ersetzen.

Mangels war der Einladung des Ortsrates gefolgt und stellte sich in der rund zweistündigen Versammlung im Westerescher Hof den Fragen des Gremiums und der rund 60 anwesenden Bürger. Ebenfalls zugegen war der Fachbereichsleiter für Bau und Planung in der Gemeinde Scheeßel, Joachim Köhnken, der den rechtlichen Sachverhalt genau erläuterte, aber auch, um „die Stimmen der Bürger und der Politik“ in dieser Sache anzuhören.

Aus der von ihm vorgelegten Beschlussvorlage stechen zunächst zwei Fakten heraus. Zum einen ist die von Mangels geplante Anlage mit 185 Meter mehr als doppelt so hoch wie die Bestehende. Zum Anderen müsste sie an einem neuen Standort errichtet werden, der dichter an die Siedlungsfläche heranreicht. Der kürzeste Abstand zum bewohnten Gebiet würde demnach 640 Meter betragen, „vorgesehen im regionalen Raumordnungsprogramm aus dem Jahr 2005 ist allerdings ein Mindestabstand von 1 000 Metern“, so Köhnken. Außerdem beißt sich das Vorhaben mit den Plänen der Wohnbebauung, denen, so ist der Beschlussvorlage zu entnehmen, grundsätzlich Vorzug gewährt wird. Dazu kommen eine ganze Reihe von schädlichen Umwelteinwirkungen wie zum Beispiel Lärm- und Lichtemissionen, Eisabwurf oder Verschattung.

Für die anwesenden Bürger war der Fall klar: Sie bekundeten deutlich ihre Abneigung gegen das geplante Bauvorhaben, gaben aber dennoch Mangels die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge darzustellen. Dessen Absicht war es, zunächst mit dem Bauantrag auszuloten, ob „ein Neubau aus rechtlicher Sicht möglich ist“ und er versicherte weiterhin, sollte der Antrag auch vom Landkreis abgelehnt werden, werde er keine weiteren Anstrengungen unternehmen, das Projekt durchzusetzen.

Der wesentliche Vorteil einer neuen Anlage wäre für ihn der zu erwartende Ertrag, der das Zehnfache der jetzigen Anlage betrüge. Auch sei es schwierig, neue Windräder anderswo zu errichten, da die Vorranggebiete begrenzt seien. Weiterführende Pläne zur Betreibung seien noch nicht gemacht worden, so Mangels. Letztlich bleibt es für die Westerescher Bürger abzuwarten, wie der Landkreis in dieser Sache entscheidet. Die Position der Anwohner und des Gemeinderates sind klar. · fl

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