Nach ihrem Sieg bei der Bürgermeisterwahl: Käthe Dittmer-Scheele im Gespräch mit unserer Zeitung

„Das können wir besser“

Da steht das Ergebnis schon fest: Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele am Wahlabend im Rathaus, im Hintergrund (v.l.) die Wahlkampfunterstützer Anja Schouten und Manfred Lieder sowie Ehemann Lothar.###@@@###
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Da steht das Ergebnis schon fest: Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele am Wahlabend im Rathaus, im Hintergrund (v.l.) die Wahlkampfunterstützer Anja Schouten und Manfred Lieder sowie Ehemann Lothar.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Locker und gelöst – so zeigt sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) knapp eine Woche nach ihrer gewonnen Wahl. Sie siegte mit 63,45 Prozent, während ihre Herausforderer Bernd Braumüller und Rene Kahlbrecht auf 26,06 beziehungsweise 10,47 Prozent kamen. Unserer Zeitung gab die 55-Jährige das erste Interview nach der Wahl. Offenherzig beantwortete Dittmer-Scheele auch einige private Fragen.

Frau Dittmer-Scheele, wie fühlen Sie sich nach diesem deutlichen Wahlerfolg?

Käthe Dittmer-Scheele: Gut.

Wie haben Sie den Sieg gefeiert?

Dittmer-Scheele: Mit meinem Mann Lothar, Familienmitgliedern, meinem Wahlkampfteam sowie mit Förderern und Unterstützern unter anderem aus der CDU . Im Scheeßeler Hof haben wir auf den Erfolg angestoßen. Am nächsten Morgen haben mir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus gratuliert. Wir freuen uns gegenseitig auf die weitere gute Zusammenarbeit.

Was waren die ersten Worte Ihres Mannes Lothar nach dem Wahlsieg?

Dittmer-Scheele: Gut, dass der Wahlkampf jetzt vorbei ist.

Was glauben Sie, warum haben rund 63 Prozent der Scheeßeler Sie gewählt?

Dittmer-Scheele: Weil sie gesehen haben, was ich geleistet habe: Wir stehen gut da als Gemeinde. Und weil sie es mir am ehesten zutrauen, dass ich die Gemeinde weiterhin erfolgreich in die Zukunft führen kann.

Wie anstrengend war der Wahlkampf?

Dittmer-Scheele: Sehr anstrengend.

Was sagen Sie zu den Ergebnissen von Ihren beiden Herausforderern?

Dittmer-Scheele: Für Herrn Bernd Braumüller ist das Ergebnis sicher enttäuschend, denn er hatte ja die Unterstützung von SPD, Grünen und Teilen der Gruppe 57. René Kahlbrecht hat auf Angriffe verzichtet und sich durch seine aufrichtige Art und seinen Mut zur Kandidatur Sympathien erarbeitet.

Was sind jetzt die drei wichtigsten Themen, die Sie sofort angehen?

Dittmer-Scheele: Die To-do- Liste ist lang und es gibt eindeutig mehr als drei Themen, die sofort weiter angegangen werden müssen. Am wichtigsten ist mir, den Wahlkampf hinter uns zu lassen und in einem neuen Anlauf das Gespräch mit allen Fraktionen und Gruppen im Rat zu suchen. In vielen Themen stecken wir mitten im Prozess, wie beispielsweise Erweiterung Gewerbegebiet, weitere Entwicklung der Dörfer und Kernortmitte.

In ihrer Dankesrede am Sonntag haben Sie sich mehr Sachlichkeit in der Kommunalpolitik gewünscht. Wie haben Sie das gemeint?

Dittmer-Scheele: Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Scheeßel einen noch besseren Dienst erweisen, wenn alle Ratsmitglieder auf verbale Tiefschläge in den Sitzungen und in der Zeitung verzichten. Das können wir besser. So können wir etwas für Scheeßel, gegen Politikverdrossenheit und für die Motivation unserer engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun.

Und welchen Beitrag wollen Sie dazu leisten?

Dittmer-Scheele: Sprechen, sprechen, austauschen, zuhören, informieren, und selbst sachlich bleiben.

Was ist das Schönste und das Nervigste am Bürgermeisteramt?

Dittmer-Scheele: Das schönste ist, gemeinsam Lösungen für unsere Gemeinschaft zu erarbeiten und sich am Ergebnis zu freuen. Nervig ist nichts, aber ein Preis ist, dass die Freizeit extrem kostbar ist.

Hand aufs Herz: Werden Sie wirklich „nur“ noch eine Amtszeit weitermachen oder gibt es doch noch eine Verlängerung?

Dittmer-Scheele: Eine Verlängerung strebe ich nicht an. Es liegen sieben Jahre harte Arbeit vor mir. Ich arbeite einfach gern, darum habe ich mit 55 Jahren nochmal kandidiert.

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