Interview mit Bobby Meyer und Reinhard „Luffy“ Lüdemann

„Musik macht alle gleich“

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Bobby Meyer (r.) und Reinhard „Luffy“ Lüdemann haben mit ihren Musikabenden „Talking about my Generation“ nicht nur bei der älteren Generation längst Kultstatus erreicht. Was treibt die beiden? Die Kreiszeitung hat nachgefragt. 

Scheeßel/Rotenburg - Von Manfred Klein. Rolling Stones, Beatles, Pink Floyd, Bob Dylan – Weltstars der Musikszene früher Jahrzehnte bis heute sind ihr Thema: Seit über zwei Jahren berichten „Bobby & Luffy“ in ihrer Musikshow „Talking about my Generation“ vor einer wachsenden Schar von Musikfreunden über die Weltstars der Rock- und Popgeschichte. Bobby Meyer (59) und Reinhard „Luffy“ Lüdemann (59) haben nach nunmehr sechs Auftritten – im „Alten Bahnhof“ in Scheeßel, im Kulturhaus in Schneverdingen und im Auditorium der Volkshochschule in Rotenburg – längst Kultstatus erreicht. Wir haben den beiden mal auf den musikalischen Zahn gefühlt.

Herr Meyer, Herr Lüdemann, Ihre Show „Talking about my Generation“, in der Sie Top-Bands frühere Jahrzehnte vorstellen, kommen beim Publikum fantastisch gut an. Und einige Fans meinen, Sie beide müssten Seelenverwandte sein. Ist da was dran?

Meyer: Luffy und ich kennen uns bereits seit unserer frühen gemeinsamen Schulzeit in Hetzwege. 

Lüdemann: Wir haben die meiste Zeit in der Klasse auch nebeneinander gesessen. 

Meyer: Nach der Schule haben wir gemeinsam Fußball gespielt. Und gemeinsam natürlich Musik gehört. Da hatten wir auch den gleichen Geschmack.

Herr Meyer, Sie sind Bandleader der Sunset-Dance-Band, also ein musikalischer Praktiker ...

Meyer: Vor Sunset habe ich Schlagzeug in der Band „Indra“ gespielt, ab 1973 war das. Nach der Schule bolzen, Musik hören und Musik machen – das war mein Ding. Mit „Indra“ gaben wir übrigens 1984 unser Abschlusskonzert im Rathaus Rotenburg.

Und wie sah und sieht es bei Ihnen mit Musikmachen aus, Herr Lüdemann?

Lüdemann: Im Musikmachen bin ich mit Sicherheit talentfrei. Aber ich liebe Musik und Musik hören, das ist für mich wirklich ein Lebenselixier. Ohne Musik könnte ich nicht.

Wie kamen Sie zu der Idee, gemeinsam vor Publikum die Rock- und Popstars früherer Jahrzehnte vorzustellen – mit Musik, mit besonderen Geschichten, die kaum jemand zuvor gehört hat, mit alten Fotos und interessanten Dialogen und Sketchen?

Meyer: Die Idee kam mir zum allerersten Mal bei einem Klassentreffen. Ich fragte unsere Klassenkameraden unvermittelt, ob sie noch wüssten: „Was war eure erste selbst gekaufte Schallplatte?“ Und zu meiner Überraschung wussten alle auf die Frage ihre persönliche Antwort. Sie konnten ihre erste Single, die sie für fünf Mark gekauft hatten, benennen. Da wusste ich: Musik verbindet. Ich glaube, Musik macht alle gleich. Daraus erwuchs, in vielen Gesprächen mit Luffy, unser Programm für einen Musikabend, den wir „Talking about my Generation“ nannten und zum ersten Mal 2015 erfolgreich ausprobierten. Natürlich war das ein weiter Weg bis dahin. 

Lüdemann: Und das Publikum macht immer super mit, die Leute bringen ihre Singles oder CDs von der Band mit, die wir jeweils vorstellen. Da wird im Keller oder auf dem Dachboden nach musikalischen Fundsachen gestöbert und dann mit zur Performance gebracht. Super! 

Meyer: Am ersten Abend wussten wir natürlich überhaupt nicht, ob unsere Idee funktioniert. Interessiert es andere Leute, einen Abend lang uns zu den musikalischen Wurzeln vorzuarbeiten? Aber es funktionierte und funktioniert einfach hervorragend.

Welche Bands haben Sie mittlerweile in Wort und Bild und mit Musik vorgestellt?

Meyer: Im Alten Bahnhof in Scheeßel fingen wir mit den Beatles an. Voller Erfolg, tolle Kulisse! Thomas Voß hat uns als Special Guest auf der Gitarre und mit Gesang begleitet. Danach hatten wir unseren Single-Abend, wir haben die Rolling Stones vorgestellt, Bob Dylan und zuletzt Pink Floyd. Einen Abend widmeten wir den großen Musikfestivals. Und immer volles Haus und, wie wir es einschätzen, begeistertes Publikum.

So einen Abend vorzubereiten und durchzuführen, ist sicher mit einer Menge Arbeit und einem hohen Zeitaufwand verbunden.

Meyer: Ja natürlich, das stimmt. Deshalb wäre es natürlich großartig, wenn wir noch andere Schauplätze für unsere „My Generation“ finden beziehungsweise angeboten bekommen. Wir waren ja schon in Schneverdingen und auch im Auditorium der Volkshochschule in Rotenburg. 

Lüdemann: Und das Publikum ging auch da klasse mit. Die Zuhörer sind ja Teil unserer Show. Zumindest lassen sie sich fürs Mitmachen gern einspannen.

Also wäre Ihr Auftritt auch in Fischerhude oder in Tostedt denkbar?

Meyer: Durchaus, ja. Und wir werden auch dort Fans finden, da bin ich mir sicher.

Oder Sie treten im Kasch in Achim auf?!

Lüdemann: Nein, das wäre wahrscheinlich etwas zu groß. Muss ja alles seinen angenehmen, überschaubaren Rahmen haben.

Wo ist Ihr nächster Auftritt mit „My Generation“ zu erleben?

Meyer: Am 8. Juni mit den Rolling Stones in Schneverdingen.

Und auf welche nächsten Musikthemen dürfen sich die Fans freuen?

Meyer: Den im Januar 2016 verstorbenen David Bowie haben wir aktuell noch auf dem Zettel... 

Lüdemann: ...und dann auch Paul McCartney.

„Bobby und Luffy“

Bobby Meyer (59), Großhandelskaufmann und Musiker (Sunset-Dance-Band) aus Wittkopsbostel, und Reinhard „Luffy“ Lüdemann (59), Hauptamtsleiter bei der Stadtverwaltung Rotenburg mit Lebensmittelpunkt Hetzwege, feiern seit nunmehr zwei Jahren mit ihren Musikabenden unter dem Motto „Talking about my Generation“ bis dato große Publikumserfolge in Scheeßel, Rotenburg und Schneverdingen. Mit Musiksequenzen, Videos, Fotos, Plakaten, Geschichten, Dialogen und einstudierten Sketchen stellen die beiden die Mega-Stars der internationalen Rock- und Popszene vor – der Themenkatalog reichte bisher von den Beatles bis zu Pink Floyd, von den Rolling Stones bis zu Bob Dylan. Weitere Themen sind in der Ausarbeitung für weitere „My-Generation“-Musikabende.

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