Motivationscoach Christian Bischoff zu Gast an der Beeke-Schule

Anekdoten über Nowitzki

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Schlechte Gedanken verpesten die Seele: Der Referent veranschaulichte seine Metaphern auch optisch.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Ein Referent, der Applaus erntet, wenn er auf der Bühne eine Flasche Wasser auf den Fußboden schüttet, Schüler und Lehrer, die sich in den Armen liegen, später mehr als 200 Erwachsene, die gemeinsam im Sprechchor verkünden: „Ich bin ein Geschenk für die Welt!“ – was war da am Montag in der Aula der Beeke-Schule los?

Die Antwort heißt Christian Bischoff, seines Zeichens Motivationstrainer. Und der brachte bei den drei Vorträgen – vormittags für Schüler, abends für Eltern, Lehrer und andere Interessierte – nicht nur jede Menge positive Energie, sondern mit dem medial viel zitierten „Eimer für Selbstbewussten“ oder der dunklen Flasche voller schlechter Ausstrahlung jede Menge griffige Metaphern und starke Bilder mit. Und das war auch gut so, denn Botschaften wie „Ich mag mich“ oder bei Rückschlägen „Das Leben hat etwas Besseres mit dir vor“ – das war für viele Jugendliche wie Erwachsene zunächst einmal befremdlich.

Dabei ist das, was der charismatische, bundesweit gefragte „Life-Coach“ den Schülern zu sagen hat, nicht neu. Es sind die guten alten Tugenden: Disziplin, Respekt, freundlicher Umgang – nur in anderem Gewand kommen sie daher. Von einem, der den Respekt der Jugendlichen hat. Nicht nur, weil der jüngste Basketballer der Nationalmannschaft etwas zu erzählen hat. Zum Beispiel, dass Teampartner Dirk Nowitzki damals in der U16-Nationalmannschaft ein so fauler Hund war, dass niemand an ihn glaubte. Die Art und Weise, wie Bischoff seine Botschaften vermittelt: Mit vielen Metaphern – die nicht genutzten Talente, die nutzlos vergossen werden – das gräbt sich ein, oder: „verankert sich im episodischen Gedächtnis“, wie er abends vor 200 Zuschauern erläutert.

Voller Selbstironie erzählt er anschaulich von eigenen Missgeschicken, der früher selbst als „Lulatsch“ und „Mongo“ Verspottete. Und hat die Zuhörer auf seiner Seite. Er präsentiert griffige Thesen wie „Jeder ist seine Glückes Schmied“ so packend, dass sich kaum einer der positiven Energie entziehen kann.

Aber nicht nur die strahlt Bischoff aus, sondern auch Autorität: Störer werden freundlich, aber bestimmt des Saales verwiesen – und das nicht nur bei den Schülern. So wird Bischoff im Anschluss an seine Vorträge gefeiert wie ein Star – und nicht nur die Schüler fordern einen „Free Hug“ oder einen Selfie mit dem „Life-Coach“ ein.

Sabrina Hastedt ist so begeistert, dass sie gleich beide Vorstellungen besucht hat: „Der war so positiv – das war richtig gut!“ Ihrer Freundin Hajrije Krasnic gefällt, dass hier Wissen immer wieder mit praktischen Übungen und Bewegungsspielen verankert wird. Der symbolische Eimer voller Selbstvertrauen – er hat seit Anfang dieser Woche in der Beeke-Schule Einzug gehalten.

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