In der mobilen Praxis

Kostenloser Gesundheitscheck im VW-Bus für Belegschaft der Hausschlachterei Miesner

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Ziehen in Sachen Gesundheitsprävention an einem Strang: Stephan Jahn (v.l.), Margit Mahl, Bernd Miesner, Hans-Christian Mahl und Britta Burfeind. 

Sothel - Von Lars Warnecke. Morgens um neun in Sothel: Ein VW-Bus parkt auf dem Betriebsgelände der Hausschlachterei Miesner, mit der Aufschrift: „Für Ihre Gesundheit unterwegs“. Angeheuert wurde das Mobil vom Firmenchef selbst, Metzgermeister Bernd Miesner. Das Angebot: Während der Arbeitszeit können alle seine Mitarbeiter nacheinander einen Gesundheitscheck machen lassen. Die von medizinischen Fachleuten durchgeführte Untersuchung im IKK-Mobil kostet weder Geld noch Wartezeit.

„Wenn Berufstätige keine Zeit haben, zum Medizincheck zu gehen, dann kommen wir zu ihnen vor die Tür gefahren“, erläutert Stephan Jahn das Grundprinzip des Konzeptes. Er ist in Rotenburg Präventionsfachmann bei der IKK classic – jener Krankenkasse, die mit dem rollenden Untersuchungszimmer niedersachsenweit auf Reisen geht, um Belegschaften in mittelständischen Betrieben, wie die Sotheler Hausschlachterei, Gesundheitsfürsorge mit Erlebnischarakter zu unterbreiten. Dabei werden im Schnellverfahren alle relevanten Vitalparameter erfasst. „Dazu gehören Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck“, erläutert Physiotherapeutin Britta Burfeind, die gemeinsam mit der biologisch-technischen Assistentin Margit Mahl im 20-Minuten-Takt an ihren „Patienten“ die Tests durchführt. Möglich sei zudem unter anderem die Bestimmung von Körperfett, Body-Mass-Index sowie die Griffstärke, ergänzt ihre Kollegin.

Die Ergebnisse werden in ein persönliches Checkheft eingetragen, welches nach dem Ampelprinzip funktioniert. Bei Werten im orangefarbenen oder gar roten Bereich erhalten die Mitarbeiter bei der zugehörigen Beratung die Empfehlung, sich beim Arzt gründlicher untersuchen zu lassen. „Denn einen Praxisbesuch kann unser Angebot keinesfalls ersetzen“, betont Stephan Jahn.

Bei der freiwilligen Untersuchung, an der sich am Mittwoch mehr als 20 im Familienunternehmen Beschäftigte beteiligt hatten, wird es nicht bleiben. Weitere Bausteine im Bereich der Gesundheitsprävention sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre in Form von Workshops folgen – dann zu den Themen Ernährung, Bewegung und Stressreduktion. „Ein tolles Projekt“, meint Mitarbeiterin Erika Thomaschefski, während sie sich gerade ein paar Tropfen Blut abzapfen lässt, „gerade weil ja der Ärztemangel auf dem Lande immer weiter fortschreitet.“

Hans-Christian Mahl, der Miesner als Unternehmenscoach zur Seite steht, baut darauf, dass viele Firmen das Angebot nutzen: „Betriebliche Gesundheitsförderung ist zwar vielerorts ein Thema, wird aber leider doch zu wenig praktisch umgesetzt“, sagt der Buchholzer. Dabei habe gerade der Faktor Gesundheit einen wesentlichen Anteil an der Leistungsfähigkeit von Firmen. Nicht zuletzt deshalb seien innovative Instrumente wie das Gesundheits-Mobil sehr wichtig.

Dem kann Bernd Miesner, der sich an dem Morgen selbstverständlich auch von den medizinischen Fachleuten durchchecken ließ, aus persönlicher Erfahrung nur beipflichten. „Und so eine Aktion stärkt darüber hinaus ungemein das Wir-Gefühl“, sagt er.

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