Kurs auf den 12. September

Kommunalwahl: Im Rathaus Scheeßel laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren

Noch sind die Wahlurnen im Scheeßeler Rathaus verstaut. Zur Kommunalwahl werden sie wieder auf die 16 Wahlbüros in der Einheitsgemeinde verteilt.
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Noch sind die Wahlurnen im Scheeßeler Rathaus verstaut. Zur Kommunalwahl werden sie wieder auf die 16 Wahlbüros in der Einheitsgemeinde verteilt.

Scheeßel – „Fünf Wahlen an einem Tag – das ist schon heftig“, sagt Yvonne Neumann. Gemeinsam mit ihrem Team vom Fachbereich Ordnung und Soziales hat die Leiterin in diesen Wochen alle Hände voll zu tun, die Super-Wahl am 12. September in der Gemeinde Scheeßel vorzubereiten. Zeit für eine Nachfrage, wie es denn um den Fortschritt steht, findet die Verwaltungsfrau trotzdem, wie auch Stefan Behrens, der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin.

Der glaubt fest daran, dass am Abend zumindest die Stimmen für die Bürgermeister- und die Landratswahl ausgezählt sein werden. „Das geht ja auch flott, weil der Wähler dafür je nur ein Kreuzchen machen muss“, sagt er. Im Übrigen stünde die Auszählung beider Wahlen auch als erstes an, gefolgt von der Kreistags-, der Gemeinderats- und der Ortsratswahl, für die es jeweils drei Stimmen gebe. „Und die erstmal zu erfassen, das ist schon ein bisschen zeitaufwendiger“, ergänzt Neumann.

Wahlvorstände sind komplett

Man darf also gespannt sein, wie lang die Nacht vom 12. auf den 13. September für die Wahlvorstände und das Personal im Rathaus, das die Ergebnisse in Empfang nimmt, sein wird. Über personelle Engpässe, berichten beide, müsse man sich jedenfalls auch dieses Mal keine Sorgen machen. „Wir sind komplett aufgestellt, schön ist auch, dass alle Vorstände durchgeimpft sind – da haben wir im Vorfeld natürlich mit drauf geachtet“, so Behrens. Bei 16 Wahlbüros, die angesichts der Stimmzettelflut jeweils mit acht statt wie bisher mit sechs Vorständen besetzt seien, komme man so auf insgesamt 130 Helfer, rechnet er vor. „Darunter gibt es auch wieder viele erfahrene Leute.“

Bei aller Expertise – eines steht schon jetzt fest: Corona wird die Kommunalwahl zu einer etwas anderen machen. Und das, berichtet der Verwaltungsmitarbeiter, gehe schon bei den Stiften los. „Eigentlich wäre es naheliegend, wenn die Leute hygienebedingt ihre eigenen mitbringen würden, wir haben uns aber dagegen entschieden.“ Warum? „Die könnten ja eine bestimmte Farbe haben – so besteht das Risiko, dass sich Rückschlüsse auf den Wähler ziehen lassen.“ Stattdessen würden die Kugelschreiber, wie sonst auch, mit der Aushändigung der Bögen von der Gemeinde gestellt. Mit dem Unterschied, dass die Stifte regelmäßig zu desinfizieren seien. Klar gebe es zudem in allen Wahlbüros an den Tischen, an denen die Zettel ausgeteilt werden, Spuckschutzwände. „Da haben wir schon Acrylglas bestellt, das wir an dem Tag aufstellen werden.“

Das Ding mit den Bezirken

Was die Scheeßeler Wahlbezirke betrifft, so ist alles beim Alten geblieben. Behrens erinnert sich: „Es gab in der Vergangenheit schon Diskussionen, dass Leute aus dem Kernort meinten, ihr Wahlbüro müsse doch auch genau an ihrem Wohnort sein.“ Dies sei aufgrund der Zuschnitte aber nicht immer möglich, „weil ja die Anzahl der Wähler ungefähr gleich auf die einzelnen Lokale verteilt sein muss“, klärt er auf. „Deswegen wird es auch dieses Mal wieder Menschen geben, die entweder ins falsche Wahlbüro gehen oder auf ihrer Wahlbenachrichtigungskarten lesen, aber argumentieren, sie müssten zwar ins Kirchenbüro, die Beekeschule sei für sie jedoch viel dichter dran.“

Nicht nur Corona beschert der Verwaltung im Vorfeld der Wahlen viel Arbeit. Es seien auch die ganz normalen Dinge, die es neben dem regulären Tagesgeschäft zu erledigen gelte. „Im Moment beschäftigen uns stark die ganzen eingehenden Wahlvorschläge, für die wir über das Einwohnermeldeamt die Wählbarkeitsbescheinigungen ausfüllen müssen“, nennt Yvonne Neumann ein Beispiel. Bis zum 26. Juli, punkt 18 Uhr, müssten alle Kandidatenlisten im Rathaus vorliegen. „Es sind schon einige da, aber es gibt immer noch welche, die ihre Unterlagen noch abholen möchten.“ Bei „alteingesessenen“ Parteien, weiß sie, sei es weniger schwierig, deren Listen noch kurz vor Toreschluss einzureichen. „Problematischer wäre es bei denen, die jetzt noch Unterstützungsunterschriften benötigen.“

Briefwahl großes Thema

Wovon sie und Stefan Behrens ausgehen: Briefwahl wird auch dieses Mal ein großes Thema sein, wenn nicht sogar größer als bisher. Frühestens ab Mitte August, wenn der Gemeindewahlausschuss über die Zulassung der Wahlvorschläge abgestimmt hat, die Stimmzettel gedruckt sind und die Wahlbenachrichtigungskarten an die 10 700 wahlberechtigten Bürger aus der Einheitsgemeinde versandt sind, könne mit der Briefwahl begonnen werden, erläutern beide.

Jetzt muss Neumann aber wieder zurück an den Schreibtisch. Die Pflicht ruft – und die dreht sich für die Fachbereichsleiterin, wie auch für ihre Kollegen, zwei Monate vor dem Super-Wahltag um genau eben diesen.

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