32. Heringsessen am Heimathaus

Militärischer Service-Point in Scheeßel

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Die Soldaten der dritten Kompanie des Versorgungsbataillons 141 aus der Lent-Kaserne erklären ihren Paten aus Scheeßel, was die Versorger alles leisten müssen, falls es zu einem Verteidigungsfall in Deutschland kommen sollte.

Scheeßel - Von Heinz Goldstein und Joris Ujen. Knochenfisch trifft Bundeswehr: Beim traditionellen Heringsessen auf dem Scheeßeler Meyerhof schlemmten Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur, Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele kürte die neuen „Matjestäten“, und die dritte Kompanie des Versorgungsbataillons aus Rotenburg kümmerte sich nicht nur um das leibliche Wohl der Teilnehmer, sondern stellte auch auf dem benachbarten Gehöft der Familie Gerken-Witte ihre Arbeit in einem Verteidigungsfall vor.

Zu Beginn des Abends sorgten Sparkassenvorsitzender Jürgen Lange und Dittmer-Scheele mit einigen Lachern für Stimmung im Meyerhof. Ihre Dankbarkeit zeigten sie vor allem mit den Versorgern aus der Lent-Kaserne, mit dem die Gemeinde eine langjährige Partnerschaft pflegt. Und dann kam der wohl wichtigste und namensgebende Programmpunkt des Tages, auf den die rund 70 Gäste gewartet hatten: das Heringsessen. Bestens versorgt vom Bataillon füllten sich die Mägen schnell. Dann kürte die Bürgermeisterin Oberstabsfeldwebel Gerald Unger zur „Matjestät“, seine Vize ist Gisela Kracke, Bürgermeisterin von Wohlsdorf.

Auch das Nachmittagsprogramm der Kompanie fand viel Anklang: „Das war eine sehr interessante Präsentation“, meinte Detlef Steppat, Ortsbürgermeister von Jeersdorf. „Was mit geringen Mitteln geschafft werden kann, ist schon erstaunlich.“

Die Soldaten mit den roten Kopfbedeckungen von der dritten Kompanie des Versorgungsbataillons 141 hatten den Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung demonstriert, wo und wie sie bei einem angenommenen Verteidigungsfall die Versorgung mit Gütern aller Art, den Transport und die Instandsetzung von ausgefallenen Fahrzeugen und Gerät auch außerhalb der Kaserne im zuständigen Gefechtsstreifen sicherstellen. Dazu hatten 20 Soldaten den realistischen Teilbereich eines Versorgungspunktes mit Schwerpunkt Materialerhaltung (Service-Point) auf dem Hof der Familie Gerken-Witte, gleich neben dem Heimathaus, eingerichtet.

Die Gäste staunten nicht schlecht, was die Soldaten alles für die Aufgabe beherrschen müssen, um einen Gefechtsverband der Heerestruppe logistisch unterstützen zu können. „Exemplarisch für die weitgefächerten Aufgaben der 141er – von der Belieferung der Soldaten mit Toilettenpapier über den Transport von Fahrzeugen und Geräte bis hin zur Reparatur von Panzern sowie hoch technisierten Waffensystemen – stellen wir heute unsere Instandsetzungsgruppe für Radfahrzeuge und einen Trupp für Aggregate-Reparatur vor“, erklärte Kompaniechef Hauptmann Tom Heßler. 

Scheeßeler Heringsessen

Nach seinem Handzeichen konnte die Vorführung auch schon beginnen. Die Soldaten zeigten, was und wie sie alles an den Fahrzeugen beim Service checken. Ein Tieflader brachte zudem einen defekten „Wolf“-Geländewagen zum Versorgungspunkt. Schnell war der Fehler gefunden und das Fahrzeug repariert. „So oder so ähnlich sehen unsere Aufgaben im Ernstfall aus“, fasste Heßler zusammen.

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