Jungen und Mädchen bestimmen im Rathaus einen neue Kinderbürgermeisterin

Mehrheit für Cleo Heitmann

Cleo Heitmann nimmt schon mal auf dem Bürgermeisterinnen-Sessel Platz - Foto: Rutzen

Scheeßel - Von Hannelore Rutzen. Sie haben ein Jahr lang die Möglichkeit, Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele bei verschiedenen Terminen zu begleiten, an öffentlichen Ratssitzungen teilzunehmen und so einen Einblick in die Kommunalpolitik und die Arbeit einer Gemeindeverwaltung zu erhalten: die Scheeßeler Kinderbürgermeister, die alljährlich bei einer Aktion im Rahmen des Ferienprogramms gewählt werden.

Diesmal hatten sich fünf Mädchen und vier Jungen um die Nachfolge von Thea Gerken beworben. Am Ende hatte Cleo Heitmann die Nase vorn.

Wie die echte Verwaltungschefin kommt auch die Elfjährige gebürtig aus Westervesede. Für die neue Kinderbürgermeisterin war es nicht die erste Kandidatur. Bereits in den beiden Vorjahren war Cleo angetreten. Damals erhielt sie aber nicht die Mehrheit der Stimmen. Am Montag nun reichte es im dritten Anlauf endlich, um das Ehrenamt übernehmen zu können.

Über ihr Amt freut sich die junge Westervesederin, die nach den Sommerferien den sechsten Jahrgang an der Eichenschule besuchen wird, sehr. Bereits in vier Wochen ist sie gefordert, wenn sie mit der „großen“ Bürgermeisterin die Gäste beim Scheeßel-Tag begrüßt.

Anregungen, was in der Scheeßeler Ratspolitik besser laufen könnte, hatten die neun Kandidaten reichlich. Jakob Sinn beispielsweise wünscht sich mehr Sicherheit auf den Spielplätzen, mancherorts blättere sogar schon die Farbe ab. Sein Bruder Johannes sind die mitunter holprigen, für Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen daher beschwerlichen Gehwege ein Dorn im Auge. 

Dass man an der Beeke-Schule mehr Einfluss auf die Vielfalt und Qualität des Essens haben sollte, warf der Jeersdorfer Tobias Waltereit in die Runde ein, während Zoé Schwichtenberg aus Abbendorf darauf aufmerksam machte, dass in ihrem Heimatdorf die Autos dermaßen schnell fahren würden, dass sich die Schulkinder kaum über die Straße trauen.

Nach der Vorstellungsrunde wurde es schließlich ernst: Wer überzeugte die Teilnehmer am meisten? Wie bei einer richtigen Wahl hatten die Kinder in einer Wahlkabine ihre Stimmzettel auszufüllen, die dann in einer Wahlurne landeten und später ausgezählt wurden. 

Als das Ergebnis feststand, erhielt Cleo Heitmann von Bürgermeisterin Dittmer-Scheele ihre „Ernennungsurkunde“ als Kinderbürgermeisterin. Sie hatte im Vorfeld für die Einführung von Biotonnen plädiert. Die zweitmeisten Stimmen vereinte der 13-jährige Jakob Sinn aus Scheeßel auf sich.

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