Mangelnde Sicherheit

Nicht nur Eichen müssen demnächst weichen

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Dieses Schild bekommen Bürger der Gemeinde in den kommenden Wochen und Monaten wohl öfters zu sehen.

Scheeßel - Gefällte Bäume – in der Einheitsgemeinde sind sie für viele Menschen ein Reizthema. Den einen würde es gefallen, wenn mehr Eichen, Linden und ihre Artgenossen besonders vor ihrer Haustüre verschwinden und dadurch weniger Arbeit und Ärger mit fallendem Herbstlaub und über den Zaun ragenden Ästen verursachen würden.

Die anderen sind diejenigen, die sich öffentlich und teils lautstark für den Baumerhalt einsetzen. Letztere haben starke Zweifel daran, ob es in bestimmten Fällen tatsächlich notwendig ist, gleich mit der Kettensäge anzurücken. Also dürften sie auch hellhörig werden, wenn die Gemeinde jetzt ankündigt, dass tatsächlich in nächster Zeit mehrere Bäume im Gemeindegebiet gefällt werden müssen.

Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls ein externes, unabhängiges Gutachten, welches am Mittwoch den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses vorgelegt worden war. „Wo es im Zuge der Verkehrssicherungspflicht nötig war, haben wir auch schon gehandelt“, erklärte Pedro Müller vom Fachdienst Bau und Planung.

Er weiß: „Vielen Bäumen sieht man es auf den ersten Blick gar nicht an, dass sie krank sind.“ Bürger würden sich so oft wundern, warum es zum Kahlschlag komme.

Keine böse Überraschung

Dabei, beteuert Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU), würde die Gemeinde keineswegs leichtfertig handeln. Der Wunsch danach, nicht von jeder Baumfällung überrascht zu werden, sei groß. Um Aufregung zu vermeiden, würden betroffene Bürger inzwischen in der Regel im Vorfeld informiert – „es sei denn, es besteht Gefahr in Verzug und wir müssen ruckzuck reagieren“.

Ein Beispiel, wo man explizit die Anwohner mit ins Boot geholt habe: die Brockeler Straße. Dort müssen sämtliche von Fäule befallenen Blutpflaumen weichen. „24 Personen waren dafür, nur zwei dagegen – es ist durchaus auch schon eine Einsicht in der Öffentlichkeit da“, konstatierte die Verwaltungschefin.

Viele Bäume, so Ausschussvorsitzender Ernst Behrens (CDU), würden ja auch wieder neu gepflanzt, vor allem an den Wirtschaftswegen. „Dann darf man im Gegenzug ruhig auch mal Ältere entnehmen.“ - lw

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