CDU-Kandidat baut Vorsprung vor SPD-Herausforderer aus / Nur leichter Anstieg bei Wahlbeteiligung

Mehr als 50 Prozent für Grindel

Schokolade zur Stärkung: Für ihr ehrenamtliches Engagement bedankte sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele gestern bei allen Wahlhelfern persönlich – hier bei Hildegard Grafe (links) und Silke Petersen, die gemeinsam mit (nicht im Bild) am nachmittag in der Grundschule Scheeßel Dienst schoben. ·
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Schokolade zur Stärkung: Für ihr ehrenamtliches Engagement bedankte sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele gestern bei allen Wahlhelfern persönlich – hier bei Hildegard Grafe (links) und Silke Petersen, die gemeinsam mit (nicht im Bild) am nachmittag in der Grundschule Scheeßel Dienst schoben.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Auch in der Gemeinde Scheeßel haben sich die politischen Sympathien seit der Bundestagswahl 2009 verschoben. Vor vier Jahren noch hatte CDU-Kandidat Reinhard Grindel in den 15 Wahlbezirken auf Gemeindegebiet einen Vorsprung von 1 022 Stimmen vor Lars Klingbeil.

Gestern nun lag er sogar 1 192 Stimmen vor dem SPD-Herausforderer. Nimmt man allein die absoluten Zahlen, hat Grindel 555 seiner Scheeßeler Wähler hinzugewonnen. 50,69 Prozent fielen damit auf den Konservativen – ein Top-Ergebnis.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass Klingbeil mit 2 692 Stimmen ebenfalls eine höhere Zahl erreichte, als vor vier Jahren (2 307). 35,13 Prozent der Erststimmen fielen am gestrigen Wahlsonntag auf den Sozialdemokraten. Auffällig: Die CDU konnte bei den Zweitstimmen um knapp zwölf Prozentpunkte zulegen, die SPD dagegen mit 2,6 Prozentpunkten nur leicht.

Besonders viele Sorgen müssen sich die kleineren Parteien – allen voran die FDP – um ihre Anhänger in Scheeßel machen. Nicht nur, dass Kandidat Henrik Schröder hier mit 134 der Erststimmen ein weitaus schlechteres Ergebnis aus allen Wahllokalen erreichte, als noch Knuth Uhland, der Kandidat von 2009 (652). Auch mit 4,67 Prozent der Zweitstimmen wurden die Liberalen nicht einmal mehr drittstärkste Kraft.

Diese Position nehmen nun die Grünen ein, die mit 676 Zweitstimmen jedoch ebenfalls – wenn auch leicht – Federn lassen mussten: 140 weniger Scheeßeler als noch vor vier Jahren, das entspricht einem Minus von knapp zwei Prozenpunkten.

Wie auf Bundesebene hat auch in der Einheitsgemeinde die Alternative für Deutschland (AfD) für eine Überraschung gesorgt, konnte sie immerhin 272 der gültigen Zweitstimmen auf sich vereinen. In insgesamt sechs Wahllokalen, darunter in der Beeke-Schule und im Dorfgemeinschaftshaus Wittkopsbostel, lag die Partei sogar über dem Ergebnis der etablierten Linken.

Zwar blieb mit 23,9 Prozent knapp ein Viertel der Wahlberechtigten dem Urnengang fern, doch von denen, die gewählt haben (7 730), machte knapp ein Siebtel ebenfalls einen Bogen um das Wahllokal: 1 064 Scheeßeler nutzten die Möglichkeit der Briefwahl. Damit wird diese Wählergruppe gegenüber 2009 (822) immer größer.

Die Wahlbeteiligung stieg indes leicht an: von 74,6 auf 76,10 Prozent. „Das ist in Ordnung“, wertete Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele den Urnengang in ihrer Gemeinde, „wenngleich ich mir mehr Beteiligung erhofft hätte“. Mit der Stimmenauszählung gestern nach 18 Uhr sei man in allen Wahllokalen zügig vorangekommen. „Es gab keine Zwischenfälle.“

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