Matthias Rathjen aus Scheeßel sammelt seit 15 Jahren Zollstöcke / Kapazität des Schuppens erschöpft

Jetzt ist ein Anbau fällig

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Die HSV-Zollstöcke dürfen nicht fehlen.

Scheeßel - Von Heinz Goldstein. Seit 15 Jahren sammelt Matthias Rathjen aus Scheeßel Zollstöcke aus aller Welt. In diesem Monat hat er die stattliche Anzahl von 6500 Stück erreicht. Obwohl in seinem Schuppen, in dem die Metermaße untergebracht sind, kein Zentimeter Platz mehr ist, will der Mitarbeiter des Scheeßeler Bauhofs seine Sammelleidenschaft für die Metermaße nicht aufgeben. „Ich werde wohl anbauen müssen“, erklärt der 38-Jährige im Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung.

Begonnen habe seine Leidenschaft im Jahr 2000. „Zollstöcke haben mich schon immer interessiert. Die kann ich ja mal sammeln, habe ich gedacht. So ergab es sich, dass ich bald an die 100 Stück zusammen hatte“, erklärt der Scheeßeler. Nach fünf Jahren seien es bereits 750 dieser zumeist von den Handwerkern genutzten Metermaß-Stäbe gewesen.

„Als meine Verwandschaft, Freunde und Bekannte von meinem Hobby erfuhren, unterstützten sie mich, indem sie bei ihren Besuchen von Handwerker-Ausstellungen, Messen, Märkten und mehr, wenn vorhanden, Zollstöcke mitbrachten“, freut sich Rathjen über das Engagement seines Umfeldes für sein Hobby. So sei es kein Wunder gewesen, dass er 2006 die Tausender-Marke überschritten habe und zwei Jahre später bereits 3500 dieser Messgeräte aus Holz oder Kunststoff sein eigen nennen konnte. „Da war keiner doppelt. Darauf habe ich bis heute immer geachtet“, so Rathjen. Damit keine Doppler entstehen, hat er sich die Mühe gemacht, alle Zollstöcke nach Rubriken wie zum Beispiel Vereine, Holzverarbeitung, Dachdecker, Maschinenbau, Baustoffhandel und so weiter zu ordnen. Zudem seien die Fachgebiete auch nach dem Herkunftsland geordnet. So habe er einen besseren Überblick, wenn wieder ein gutes Stück in seinen Besitz kommt.

Auch die Unterbringung sei bisher kein Problem gewesen. Er hat die Zollstöcke mit passgenauen Schienen an den Wänden und der Decke seines Schuppens vor dem Haus untergebracht. Es ist ein kleines privates „Zollstock-Museum“ entstanden. Durch die tatkräftige Unterstützung seiner Bekannten und Freunde hat er in diesem Jahr nun die 6500er-Marke erreicht. „Die Kapazität meines Schuppens ist damit erschöpft. Ich habe aber schon eine Idee, wie ich das Problem lösen kann“, erklärte er, ohne die Lösung zu nennen.

Die einzigen gekauften Sammelstücke sind die von dem Fußballbundesligisten Hamburger Sportverein. Rathjen ist eingefleischter HSV-Fan. „Es ist für mich ein Muss, einen HSV-Zollstock zu kaufen, wenn eine neue Edition auf den Markt kommt“, so der Scheeßeler.

Inzwischen sind 16 weitere Fußballvereine hinzugekommen. Die Zollstöcke sind zwei aber auch einige ein oder drei Meter lang. „Wenn ich alle aneinander halte, haben sie eine Länge von 13 Kilometern“, rechnet Rathjen aus. Das entspricht der Gesamthöhe des höchsten Berges der Welt (Mont Everest) zusammen mit Deutschlands größter Erhebung (Zugspitze) und dem höchsten Berg Norddeutschlands (Brocken/Harz). Aufhören mit dem Sammeln von Zollstöcken will er noch lange nicht. Im Gegenteil, sein großes Ziel ist die 10000er-Marke.

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