Martinsfest wird in neue Hände gelegt

Der Laternenlauf beim Scheeßeler Martinsfest ist für die Kinder immer ein Höhepunkt. Foto: Heyne

Scheeßel – Die Sache mit dem Teilen – einige der Kinder und wohl die meisten Eltern und Großeltern, die sich am frühen Freitagabend in der St.-Lucas-Kirche zusammengefunden hatten, kannten die Geschichte vom Heiligen Martin schon, der einem frierenden Bettler die Hälfte seines Umhangs schenkte und für diese großherzige Tat selbst später mit einem Namenstag bedacht wurde. Alle anderen bekamen sie in einem kurzen Gottesdienst mit vielen Bildern und Liedern zum Mitmachen erzählt.

Der Laternenumzug, die Live-Umsetzung der Spielszene mit Pferd, Reiter und Bettler auf dem Meyerhof, dazu einige von Manfred Küppers am Akkordeon begleitete Lieder und am Ende der Verzehr der zumeist von Müttern gebackenen Martinsbrötchen, praktischerweise als Doppel, um das Teilen leicht zu machen – alles wie immer? Nicht ganz. Aufgrund der beschlossenen Auflösung des Kindergartens der Kirchengemeinde sollte dies das letzte Martinsfest unter Schirmherrschaft der „Swimmys“ sein, wie Jugenddiakonin Sabine Gerken und Elke Meyer am Ende der kindgerechten Andacht verkündeten. Obwohl es sich die „Swimmy“-Betreuerinnen nichts anmerken ließen: Das Meer der von aktuellen und ehemaligen Swimmy-Kindern gebastelten Laternen zu sehen, dürfte schon ein besonderer Moment gewesen sein.

Besonders war für „Kenner“ auch der Akt der Mantelteilung auf dem Meyerhof, hatte sich hier doch ein Generationenwechsel vollzogen. Nach Torsten Bremer schlüpfte nach vielen Jahren nun mit Nico Pahl erneut ein Swimmy-Vater in die Rolle des Bettlers, der die Mantelhälfte vom Reiter hoch zu Ross annahm. In dessen Sattel saß erstmals seit langer Zeit nicht mehr Wolfgang Stahmleder, sondern Tochter Vivika. Die Konfirmandin hatte das Ehrenamt von ihrem Vater übernommen.

Sorgen um die Zukunft der Traditionsveranstaltung, in die auch die Freiwillige Feuerwehr zur Straßensicherung eingebunden ist, muss man sich in Scheeßel jedoch nicht machen; Diakonin Gerken hatte bereits in der Kirche versprochen: „Es geht weiter!“  hey

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