Malschule Geddert stellt bis zum 18. Oktober im Kunstgewerbehaus aus

Werkschau mit Wasserbezug

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Beeindruckt zeigten sich die Vernissage-Gäste unter anderem vom Strandbild mit Muri-Aki-Steinen der Malschülerin Regina Rademacher (r.).

Scheeßel - Gut besucht war die Vernissage auf der Meyerhofdiele – und Jochen Beckmann vom ausrichtenden Heimatverein Scheeßel hatte sich sogar „extra wassermäßig blau angezogen“, wie er verriet. In der Ausstellung „Wasser“, die bis zum 18. Oktober im Scheeßeler Kunstgewerbehaus zu sehen ist, haben sich Künstler der Mal- und Zeichenschule Geddert in ihren Werken dem feuchten Element gewidmet.

Sabine Geddert übernahm die Einführung in die Ausstellung selbst und begann mit einem Rückblick auf die Entwicklung ihrer Schule, die sie vor exakt 30 Jahren in Hamburg nach ihrem Kunststudium gründete und 2008 durch ein Atelier in Vahlde erweiterte. Sie selbst habe nur ein Bild ausgestellt, da die 40 Malschüler im Mittelpunkt stehen sollen. Das Thema der Wanderausstellung, die zuvor in Hamburg und Schneverdingen zu sehen war, habe Geddert ganz bewusst gewählt: „Wasser ist eines der großen Themen unserer Zeit: Überschwemmungen, Dürre, aber auch die Gefährdung des Trinkwassers – beispielsweise durch Fracking – wird uns in den nächsten Jahren viel beschäftigen“, so die Künstlerin. „Wasser kann wie die Kreativität fließen, tropfen, strömen, aber auch gestaut sein. Wie Wasser ist Kunst essentiell, denn was wäre eine Gesellschaft ohne Geschichten, Musik und Bilder.“

Von den ganz unterschiedlichen Interpretationen machten sich dann die Gäste selbst ein Bild: Die mit Titeln wie „Muschelstrand“, „Duschkopf“ oder „Alsterwasser“ bezeichneten Werke stießen auf großes Interesse, und zwischen den anwesenden Künstlern und Gästen entspannen sich viele Gespräche.

„Ich bin von Anfang an dabei, und auch nach sieben Jahren lerne ich immer noch dazu“, verriet die Vahlderin Regina Rademacher schmunzelnd, denn sie hatte Sabine Geddert 2008 dazu „überredet“, es mit einem Malkurs in Vahlde zu versuchen. Dass man auch mit fast 90 Jahren noch seine Leidenschaft für die Kunst entdecken kann, belegte Sabine Gedderts Mutter Annemarie: Ihr im vergangenen Jahr entstandenes Aquarell „Lächeln“, das ihre Tochter Dorothee mit einem Delphin zeigt, bezauberte das Publikum. Neben den 54 in allen Techniken geschaffenen Bildern werden auch einige Skulpturen von Christian Geddert aus Holz, Bronze und anderen Materialien gezeigt.

Die Öffnungszeiten des Kunstgewerbehauses auf dem Meyerhof sind samstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 13 und 15 bis 18 Uhr.

uj

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