Lokalhelden zeigen ihr Können

Michael Zehl und „Wooden Music“ begeistern das Publikum

Michael Zehl (l.) mit seiner Band „Wooden Music“. Fotos: Ujen
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Michael Zehl (l.) mit seiner Band „Wooden Music“.

Scheeßel - Von Hannes Ujen. Das Interesse am Konzert von Michael Zehls „Wooden Music“ war so groß, dass Karten nachgedruckt und am Samstagabend noch jede Menge Stühle im Scheeßeler Hof zusätzlich herbeigeschafft werden mussten. So begrüßte Bernd Braumüller von der Kulturinitiative Scheeßel fast 200 Zuhörer, und die kamen in dem gut zweistündigen Konzert voll auf ihre Kosten.

Sie hörten zwölf Titel aus Zehls CD „Facing Time“ und Coverstücke aus 40 Jahren Pop- und Rockgeschichte. „Ich freue mich, dass ich nicht mehr den ganzen Abend alleine spielen muss“, sagte Michael Zehl während seines Intro-Songs „Halfway home“. Damit brachte er Carsten Neubauer (E- und Konzertgitarre, Gesang), Lene Arrasz-Zehl (Gesang), Ralph Braschkies (E-Bass, Gesang) und Paul Zehl (Cajon und Schlagzeug) ins Spiel, die er in seinem Projekt „Wooden Music“ vereinte. „Ich betrachte mich als Singer-Songwriter“, so Zehl. „Meine Lieder lassen sich vielseitig arrangieren - von einfacher Gitarrenbegleitung bis hin zur Unterstützung durch weitere Instrumente und Gesangsstimmen.“

Die Lokalhelden überzeugten an diesem Abend mit ihrer großen Bandbreite an Interpretationen von Zehls Kompositionen. Ebenso setzten die fünf Musiker diverse Coversongs in ein nuanciertes und dynamisches Klanggebilde um. Auch gesanglich, oft mehrstimmig, wie bei „Halfway home“ oder Songs von „Crosby, Stills and Nash“ überzeugten sie - und das, obwohl sie vor dem Auftritt nur einmal miteinander üben konnten. „Ich habe mein Schlagzeug seit zehn Jahren nicht mehr gespielt“, meinte Paul Zehl, der seine „Schießbude“, auf dem Cajon sitzend (sehr selten!), gefühlvoll ins musikalische Geschehen einbrachte. Seine Schwester und Leadsängerin Lene Arrasz-Zehl interpretierte gekonnt anspruchsvolle Titel von Amy Winehouse („Valerie“), Adele („One and only“) oder Asaf Avidan („The devil and me“). Egal, welche Gitarre er gerade in der Hand hielt, ob Solo oder in Begleitung - Carsten Neubauer zeigte sein großes Talent und war auch als Sänger voll dabei. Genauso wie auch Ralph Braschkies am E-Bass, der mit seinem Instrument das „Wooden-Music“-Klanggebilde harmonisch vervollständigte. „Das Konzert hat mir sehr gut gefallen, besonders auch Sängerin Lene, sowohl solo als auch im Duett mit Vater Michael Zehl, wie bei ‚Up where we belong‘ von Joe Cocker und Jennifer Warrens“, meinte Besucherin Elke Reibiger. „Es hätte vielleicht noch das ein oder andere schwungvollere Lied ins Konzert gepasst.“ Viel Applaus für Michael Zehl und seine „Wooden Music“: Das Publikum entließ die Musiker erst nach drei Zugaben mit dem passenden Abschluss-Song „Sounds of silence“.

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