„Laut geben“

Scheeßeler Beeke-Löwen begehen Tag der Kinderhospizarbeit

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Mit einem symbolischen Trompetensignal läutete Dieter Niemeyer das Gedenken an den Tag der Kinderhospizarbeit ein. 

Scheeßel - Als um Punkt 15 Uhr vor der Gerichtslinde ein Trompetensignal in Form des geistlichen Liedes „Amazing Grace“ aus dem Instrument von Dieter Niemeyer erklang, wussten viele Scheeßeler schon, warum. Bereits zum dritten Mal beging der Unterstützerkreis der „Beeke-Löwen“ gemeinsam mit der Kirchengemeinde Scheeßel den Tag der Kinderhospizarbeit.

Knapp 20 Unterstützer, Betroffene und Kirchenvertreter waren gekommen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen oder, wie Beeke-Löwe Thomas Voss es formulierte: „Laut zu geben.“ Das sei angesichts von 20 000 jährlich in Deutschland tödlich erkrankten Kindern und Jugendlichen dringend nötig: „Da hängen ja auch noch Familien dran!“ Er lobte die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizes in Syke: „Die machen einen hervorragenden Job.“ Dies unterstrich auch Pastorin Handrich, ergänzte in ihrer kurzen Ansprache: „Das wichtigste Gut des Menschen ist Zeit – und Zeit schenken wird dort getan.“ Sie zeigte sich erschreckt, „dass in einer Wohlstandsgesellschaft wie der unseren nur ein Drittel der Kosten für den Hospizaufenthalt von Krankenkassen übernommen werden.“

Ein bisschen aufgeregt gewesen

Anschließend nutzten viele der Teilnehmer die Möglichkeit, in der Kirche innezuhalten und ein Licht anzuzünden, „als Zeichen des Gedenkens, der Solidarität oder einfach nur so“, so Handrich.

Dem kurzen gemeinsamen Gedenken vorausgegangen waren bereits zahlreiche Aktionen. Der Vormittag hatte in einer Filiale der Bäckerei Stelling im Zeichen des Vorlesens gestanden. Dabei wurden Thomas Voss, auch an der Gitarre zu erleben, und die Beeke-Löwen von den beiden Schülerinnen Charlotte Fitschen und Juana Kurt unterstützt. Die Sechstklässlerinnen, beide Gewinnerinnen eines Vorlesewettbewerbs, hatten unter anderem aus Kästners „Pünktchen und Anton“ vorgelesen. Ein bisschen aufgeregt seien sie schon gewesen, gab Fitschen zu, „aber es hat total Spaß gemacht“, und für Kurt steht fest: „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Auch wenn die Resonanz noch überschaubar gewesen sei, plant auch Mitinitiatorin Andrea Röhr eine Wiederholung der Aktion, „immerhin sind zwei der Zuhörer den ganzen Vormittag geblieben“, schmunzelt sie. Auch die „Brot für Löwenherz“-Aktion war ein Erfolg: Mehr als 200 Brote waren für den guten Zweck verkauft worden.

hey

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