Fünfte Maisfeldfete in Westeresch toppt Besucherrekorde

Lange Schlangen, neue LED-Technik

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Eine phänomenale Lichtshow mit neuester LED-Technik erstrahlt über Westeresch. 

Westeresch - Samstagabend. Über dem Zirkuszelt wabert eine riesige Projektion des Maisfeldfetenlogos, neben den Gängen durch den mit farbigen Strahlern illuminierten Mais sind Riesenhäcksler in Positur gestellt, in ähnlicher Schräglage wie einige der Gäste. Von der Tanzfläche tönt es aus vielen Kehlen: „Eisgekühlter Bommerlunder!“ Ein klarer Fall: Die Westerescher Dorfjugend hat – nach einem Jahr Pause von vielen sehnlichst erwartet – zur Maisfeldfete geladen.

Über dem mit Ständen für feste und Flüssignahrung gesäumten Platz ragt der gewaltige Tower mit zwei beiden beleuchteten XL-Bierflaschen empor. In schwindelnder Höhe grinst Kai Behrens, den Körper voller Endorphine, auf die tanzende Menge hinab. Wenn der DJ ins Mikro ruft: „Jetzt die Mädchen!“, schallt ein vielstimmiges „Walking on Sunshine“ zu ihm herauf. Klar, dass auch die Jungs anschließend gefordert werden. Gemeinsam mit dem Kollegen DJ Sven Stelter bespielt er die große Tanzfläche – drüben im Zelt ist die Stimmung ähnlich.

Dabei haben einige der mehreren Tausend Gäste – mehr als 2 000 Tickets waren bereits im Vorverkauf weggegangen, mindestens ebenso viele an der Abendkasse – lange auf diesen Moment gewartet; bis zu einer Stunde dauerten die Kontrollen von Taschen und Leibern am Einlass. Mitorganisator Philip Göttert, der stets die Sicherheitsbelange im Blick hat, beruhigt die Gäste: „Wir öffnen zusätzliche Schleusen, bitte habt etwas Geduld!“, so seine Ansage. In diesem Jahr ist das Partyvolk zum großen Teil im Pulk ab 23 Uhr gekommen – eine Herausforderung für die Veranstalter, darauf schnell zu reagieren und so Unmut vorzubeugen.

Alina Scholz und Lara Schuhmacher hatten Glück: „Wir mussten nur 20 Minuten warten, das war absolut OK“, meinen die jungen Frauen, die zu fünft aus der Nähe von Stade angereist sind. Der Freund, der von der „Partylocation im ungewöhnlichen Ambiente“ vor zwei Jahren geschwärmt hat, hatte Recht, findet Scholz: „Es hat sich unbedingt gelohnt!“

Und auch Göttert kann sich zunehmend entspannen: Gegen 1 Uhr sind die Schlangen verschwunden, die Gäste feiern zur imposanten Lichtshow über Westeresch. Die wenigsten wissen: Die 100 „Moving Heads“, wasserdichte LEDs, sind ganz neu auf dem Markt. „Wenn ich nicht vorbelastet wäre, würde ich sagen: ‚Geil‘!“, meint der Meister der Veranstaltungstechnik verzückt. Die wabernden Nebel über dem Technikzelt tun ihr Übriges.

Maisfeldfete in Westeresch

Wenig zu tun hat Sabrina Hastedt, die mit einem Kollegen für das Rote Kreuz unterwegs ist: „Bisher hatten wir nur einmal Nasenbluten zu verarzten“, so die Jeersdorferin. Auch sie haben Spaß an der Veranstaltung: „Sonst würden wir das ja nicht machen!“

Ob Justin Bieber oder „WirKinder vom Süderhof“: Das Partyvolk, mit Leuchtstäben und Knicklicht-Ohren ausgestattet, jubelt pauschal. Vor allem zu den Zeilen: „Wir leben, wie’s uns gefällt.“ Zumindest bis zum Sonnenaufgang – die letzten Gäste schicken gegen 6.30 Uhr Abreise-Snaps an ihre Freunde. Für die vielen Westerescher Ehrenamtlichen beginnt das Aufräumen – und beim traditionellen Eieressen aus der Pfanne machen die ersten kuriosen Geschichten aus der vergangenen Nacht die Runde. 

hey

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