Festival ohne Wassermassen

Hurricane-Veranstalter investiert in Kanalisation

Szenen wie diese, nach den Starkregenfällen im Jahr 2016, sollen zukünftig beim Hurricane-Festival der Vergangenheit angehören. Archivfoto: Heyne
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Szenen wie diese, nach den Starkregenfällen im Jahr 2016, sollen zukünftig beim Hurricane-Festival der Vergangenheit angehören.

Scheeßel – Immer wieder werden Open-Air-Festivals von schweren Unwettern heimgesucht. Starkregen überschwemmt dabei des Öfteren größere Teile des jeweiligen Geländes. Zeitweilig müssen die Veranstaltungen unterbrochen oder gar abgebrochen werden.

  • Hurricane-Veranstalter investiert in Kanalisation
  • Starkregen soll so abgeleitet werden
  • Auftrag soll regional vergeben werden

Auch die Organisatoren und Besucher des Hurricane-Festivals wurden mit solchen Wetterextremen schon in der Vergangenheit konfrontiert. Besonders schlimm war es vor drei Jahren.

Um dem Ganzen künftig zu trotzen, hat Festivalveranstalter FKP Scorpio bereits in diesem Jahr – in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und dem Nabu Rotenburg – für rund 350.000 Euro ein neues naturnahes Regenrückhaltebecken fertiggestellt, welches gleichzeitig ein Habitat für Pflanzen und Tiere bieten soll. 

Hurricane: Leistungsfähige Kanalisation gegen Wassermassen

Bis zum kommenden Jahr, teilt das Hamburger Unternehmen mit, werde sich das Investitionsvolumen nochmals verdreifachen, um das Becken mit einer leistungsfähigen Kanalisation zu versehen, die sich dann über das riesige Eichenring-Gelände verzweigen wird.

„Das wird das Festival auf viele Jahre prägen“, so dessen Leiter Jasper Barendregt auf Nachfrage. „Das neue System wird in der Lage sein, auf rund sieben Hektar auch Starkregen wie in 2016 abzuleiten und über das Rückhaltebecken kontrolliert in die Beeke zu führen.“ Wie bei anderen Kanalisationen auch, würden regelmäßig angebrachte Gullys sicherstellen, dass das Wasser überall ungehindert abfließen könne.

Wasser fließt von selbst ins Regenrückhaltebecken

Barendregt: „Dafür ist eine komplette Remodellierung des Geländes nötig, um den Regen durch Bodenneigung und eine Mischung aus Mutterboden, Schotter und Rasen effizient in die Kanalisation zu leiten.“ Die rund 80 Zentimeter starken Rohre würden außerdem ganz ohne Pumpsystem auskommen, da deren Neigung über viele hundert Meter so berechnet sei, dass das Wasser von selbst ins Regenrückhaltebecken fließen werde.

Warum man stattdessen nicht einfach eine kostengünstigere Drainage verlegen würde? „Klar, so etwas wäre zehnmal günstiger für uns, aber eine Option ist es nicht“, macht der Festivalchef deutlich. Immerhin würde nur eine richtige Kanalisation unter anderem sicherstellen, dass auch stärkster Niederschlag sofort abfließen könne.

Auftrag soll regional vergeben werden

Die Bauleitplanung für das Großprojekt sei seiner Auskunft nach bereits abgeschlossen, die Ausschreibung für diesen Herbst geplant. „Und der Auftrag soll auf jeden Fall regional vergeben werden.“

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