Bartelsdorfer Ortsrat arbeitet Tagesordnung im Eiltempo ab

Kurz und knackig

Noch sind die Handwerker im neuen Feuerwehrhaus für die Ortswehren Bartels- und Wohlsdorf unterwegs. Im Mai oder Juni ist mit einer Fertigstellung zu rechnen. Fotos: Warnecke

Bartelsdorf - Von Lars Warnecke. Zäh und lahm: Politische Sitzungen können sich ganz schön in die Länge ziehen. Nicht so am Montagabend in Bartelsdorf. Hier, in der Mehrzweckhalle, tagte wieder einmal der Ortsrat in öffentlicher Runde – und hakte die Punkte auf der ohnehin schon kurz und knackigen Agenda in Windeseile ab.

Den Anfang der Turbo-Sitzung machte Ortsbürgermeister Heinrich Hollmann (CDU). Sein Dank galt jenen 32 freiwilligen Helfern aus dem Dorf, die erst am vergangenen Wochenende auf dem örtlichen Friedhof zusammengekommen waren, um die Anlage nach dem Winter wieder herzurichten „Leider haben wir dort auch wieder Plastikverpackungen am Entsorgungsterminal vorgefunden“, so Hollmann, der in diesem Zusammenhang darauf hinwies, solchen Unrat wieder mit nach Hause zu nehmen und dort über den gelben Sack zu entsorgen.

Auch kam Hollmann auf die Bushaltestelle an der Langen Straße zu sprechen. Dort hätten abgestellte Autos von Eltern der Schulkinder immer wieder zu einer unübersichtlichen Verkehrssituation geführt. „Inzwischen hat vor Ort eine Begehung von Landkreis, Polizei und Gemeinde stattgefunden.“ Der Haltepunkt als solcher habe zwar keine Beanstandung ergeben, dafür seien jedoch die Gegebenheiten der abseits abgestellten Fahrräder bemängelt worden. „Hier ist der Fachdienst Straßen und Grün schon dabei, diese zu verbessern.“

Und dann noch dies: Nachdem es zu einer Veränderung der „SuedLink“-Trassenplanung gekommen war, würde die Stromautobahn nunmehr auch Bartlesdorf passieren. Hollmann: „Die Variante, den 1 000 Meter breiten Korridor von Scheeßel kommend zwischen Westervesede und Ostervesede durchzuführen, hat keine Priorität mehr.“ Stattdessen sei eine Verschwenkung der Trasse von Scheeßel kommend vor dem Eichenring zum „Dreiländereck“ der Gemarkungsgrenzen Scheeßel, Westervesede und Bartelsdorf vorgesehen. „Bei den Wiesen ,Boben de Veers’ kommt es vermutlich zur Querung, um dann weiter am Windpark Richtung Wensebrock zu führen“, erläuterte der Ortsbürgermeister. „Der Korridor führt dann links oder rechts am Brockeler Kirchweg vorbei.“

Über den Baufortschritt des neuen Gemeinschaftsgerätehauses für die Feuerwehren Bartels- und Wohlsdorf verlor Frank Thies von der Gemeinde einige Worte: „Zuletzt ist in der Fahrzeughalle der Estrich eingebaut worden, im übrigen Haus sind derzeit die Trockenbauer unterwegs.“ Wenn alles so weiterlaufe, sei mit einer Fertigstellung im Mai oder Juni zu rechnen. „Wir liegen auf alle Fälle voll im Zeitplan.“ Der Termin für eine offizielle Einweihungsfeier werde verwaltungsseitig noch mit den beiden Wehren abgesprochen.

Dass ein derartiger „Nachbarschaftsbau“ durchaus Potenzial für den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ haben könne – er geht diesem Jahr in eine neue Runde –, stellte Ortsratsmitglied Angelika Dorsch in den Raum. „Es geht ja heutzutage nicht mehr nur darum, Zäune zu streichen und die Vorgärten hübsch zu machen.“ Sie selbst wolle eine Teilnahme, gemeinsam mit den Wohlsdorfern, jedenfalls nicht ausschließen.

Und noch eine Information hatte die SPD-Kreistagsabgeordnete für ihre Ortsratskollegen sowie die rund 20 versammelten Zuhörer parat: So sei der Ausbau der Langen Straße, ein Projekt, welches schon länger auf der Liste stünde, erst für 2024 geplant. „Es könnte aber auch schneller gehen, weil aktuell gute Fördermittel vom Land ausgegeben werden.“

Als reine Formsache sollte sich die Empfehlung hinsichtlich einer Gebührensatzungsänderung für den Bartelsdorfer Friedhof erweisen: Einstimmig, ohne weitere Diskussion, sprach sich der Rat dafür aus, die Beiträge für Urnenreihengräber für anonyme wie teilanonyme Bestattungen mit einer Pauschale von jeweils 520 Euro festzusetzen. Auch was die Verwendung der von der Gemeinde ausgeschütteten Ortsrats- und Friedhofsmittel betrifft, zwei weiterere Themenpunkte des Abends, bestand einheitlicher Konsens.

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