Kunsthandwerkermarkt an der Mühle lockt Besucher und Aussteller mit persönlicher Betreuung und Herzblut

Wohlfühlen zwischen Brombeer-Kokos und Kaffee

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Astrid Scheller traf mit ihren Marmeladen den Geschmack des Scheeßeler Publikums.

Scheeßel - Wenig rosige Wetterprognosen und gleich zwei zugkräftige Parallelveranstaltungen in unmittelbarer Nähe – nicht gerade ideale Startbedingungen für den alljährlichen Kunsthandwerkermarkt in und an der Scheeßeler Mühle. Den hatten die Organisatoren vom Förderverein anlässlich des Tags des offenen Denkmals am Sonntag bereits zum siebten Mal ausgerufen.

Und siehe da: Alles halb so schlimm, nicht nur am Himmel. Denn sowohl Gäste als auch Aussteller wissen längst die familiäre, persönliche Atmosphäre in dem historischen Bauwerk zu schätzen.

Einige hundert Besucher nahmen über den Tag verteilt auf mehreren Etagen das breit gefächerte Angebot von Treibgut-Kerzenständern über Seifen mit olfaktorischen Duft-Attacken bis zu bemalten Topfdeckeln mit kuriosen Sinnsprüchen in Augenschein. Auch wenn das große Geld eher spärlich floss, zeigten sich die Aussteller rundum zufrieden.

Britta Hüttmann-Czechura mit ihren exklusiven Ledertaschen – eine hat die Künstlerin aus Kastorf sogar aus dem Leder eines alten Turnkastens gefertigt –, sah ihren ersten Besuch vor allem als Image-Pflege: „Viele Kunden lassen sich erstmal eine Visitenkarte geben; kurz vor Weihnachten laufen dann vermehrt die Bestellungen ein.“

Konkreten Zuspruch erfuhren die Marmeladen von Astrid Scheller. Ob „Klassiker“ oder so gewagte Mischungen wie Rote-Beete-Apfel oder Brombeer-Kokos: „Ich probiere alles vorher selbst aus, und wenn‘s mir schmeckt, koche ich es nach“, verriet die „Früchte-Fee“, die ebenfalls zum ersten Mal dabei war.

Kunsthandwerkermarkt in Scheeßel

Stephanie Gerhardt von der „Seidensinfonie“ lobte die persönliche Betreuung, nicht nur im Vorfeld, sondern auch vor Ort: „Dass die Veranstalter kostenlos mit Kaffee vorbei kommen, und das sogar mehrfach, habe ich bisher nirgendwo sonst erlebt!“

Kaffee und diverse Torten und Kuchen konnten die Besucher auf dem Mühlenvorplatz genießen; dort sorgten auch die Rhythmus-Explosionen der „Sticks ’n’ Drums“ der Eichenschule sowie die Coversongs des Ehepaars Pfennig für Unterhaltung. Und auch einige Stände waren draußen zu finden, „je nachdem, was den Anbietern lieber ist“, so eine der Initiatorinnen Birgit Müller-Scheeßel.

In die Mühlentechnik weihte Mühlenwart Jan Müller-Scheeßel mit viel Herzblut ein. Technisch Interessierte informierten sich bei ihm über Wassergefälle, Rückstau und Spitzenleistungen. Und auch Mit-Organisatorin Jutta Böhling hatte Grund zur Freude: In einer Pause am Kuchen-Stand ließ die Tostedterin sich vom Bruder am Stand gegenüber ein Halstuch spendieren.

hey

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