„Kunst ist meine Kraftquelle“

Ausstellung „Werte in Farbe bringen“ in der Galerie Rathaus eröffnet

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Friederike Höfer mit ihrem derzeitigen Lieblingsbild. 

Scheeßel - Mit Gitarrenklängen von Thomas Voß und Windlichtern mit Motiven der Künstlerin auf den Tischen wurden die Gäste empfangen, die zur Vernissage der Ausstellung „Werte in Farbe bringen“ von Friederike Höfer ins Scheeßeler Rathaus gekommen waren. Hausherrin Käthe Dittmer-Scheele hieß nach einigen Smalltalk-Stopps gut gelaunt das Publikum willkommen und gab das Wort weiter an Kirsten Höfer.

Die Tochter der Scheeßeler Malerin hat den künstlerischen Werdegang ihrer Mutter hautnah miterlebt und berichtete sozusagen aus erster Hand: „Sie malt, seit ich sie kenne. Dabei hat sich ihre Malweise praktisch in drei Phasen über die Jahre hinweg verändert. In meiner Kindheit hat sie Blumen-, Tier- und Landschaftsmotive mit Aquarellfarben und Kreide gemalt, und nicht nur auf Papier – keine Teller oder Milchkannen waren vor ihr sicher, sogar der Fahrradschuppen wurde mit Kühen verziert“, schmunzelte sie. In der zweiten Phase habe sie die Acrylmalerei entdeckt und sich immer mehr mit Lebensthemen wie Mut, authentisch sein oder auch Selbstliebe beschäftigt; dazu habe sicherlich auch ihr Beruf als Krankenschwester und das Engagement für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke beigetragen. „In der jetzigen dritten Phase wandern Worte, Gedichte oder Bibeltexte in ihre Bilder, aber auch Gegenstände wie zum Beispiel der rote Faden im Bild ‘Der Bogen’. Jede Multi-Media-Collage erzählt eine Geschichte zum Thema Liebe oder auch Herzensweisheit, das ist meiner Mutter wichtig.“ Ihr selbst gefielen besonders die „Mu-Ki-Bilder“, die eine Bild-in-Bild-Gestaltung zeigen – dreht der Betrachter das Bild, so sind immer wieder neue Motive zu erkennen.

Mehr als 40 Werke zu begutachten

Die Besucher der Ausstellung dürfen sich auf eine große Bandbreite des künstlerischen Schaffens von Friederike Höfer mit mehr als 40 Werken freuen, wobei vornehmlich die intensive Ausstrahlung und die starke Farbigkeit der Bilder dominieren. Ihre Inspiration erhalte sie auf ihren vielen Fahrradtouren durch die heimische Natur, sagt sie. „Gern nehme ich die wunderbaren Farbkompositionen aus der Natur, speicher sie ab in meinem inneren Auge und übertrage sie dann auf Leinwand oder Papier.“ Ihre Bilder können mit allen Sinnen betrachtet und erspürt werden. „Für mich ist die Malerei eine Kraftquelle, und es ist immer wieder ein einzigartiges Erleben, eine andere Welt in der kreativen Malerei neu zu entdecken – und doch ist es die gleiche Welt, in der wir leben“. Nach ihrem Lieblingsbild befragt, benennt Höfer ihre Multi-Media-Collage „Eine feste Burg“, die sie im jetzigen Reformations-Jubiläumsjahr Martin Luther gewidmet habe.

Die Ausstellung ist noch bis Ende Dezember zu den bekannten Öffnungszeiten des Scheeßeler Rathauses zu besichtigen. 

uj

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