Zweite Illuminierte Nacht taucht den Kernort in Pastellfarben

Kunst, Kommerz und Kulinarisches

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Der Rathauspark mit beweglichen Spots und immer wieder neuen Farbspielen in den Bäumen gehörte zu den Höhepunkten des Abends.

Scheeßel - Manchmal passt eben fast alles: Im Rahmen des Erwartbaren erfreuliche Temperaturen und ein Wettergott, der den nicht gerade verwöhnten Scheeßelern lediglich einige wenige Tropfen bescherte – ganz im Gegensatz zu vielen Gewerbetreibenden, die ihren Besuchern im Rahmen der zweiten Illuminierten Nacht am Freitag im Ortskern gut einschenkten.

Im Mittelpunkt standen vor allem optische Genüsse. Mehr als 50 Häuserfassaden waren stilvoll in Szene gesetzt, aber auch Bäume, Plätze und sogar Fahrzeuge.

Wer nach Einbruch der Dunkelheit wie viele hundert Besucher durch den Kernort bummelte, tauchte in eine friedvolle Atmosphäre ein: Gesang zu ruhigen Gitarrenklängen, zum Beispiel von Michael Zehl und Tochter Lene vor der örtlichen Buchhandlung oder dem Hamburger Singer-Songwriter Daniel Green mit Verstärkung, und immer wieder überraschende Perspektiven. Wilhelm Röhrs war angetan von der Atmosphäre: „Fast mediterran, und nicht so viel Ramba Zamba!“, aber auch von der „offenen Kirche“, die zur nachträglichen Besichtigung der „Kinderkathedrale“ einlud. 

Der mit Teelichtern geschmückte Weg: auch für Inge Koch ein Höhepunkt. Die Scheeßelerin war indes nicht vollauf begeistert: „Bei einigen Häusern, zum Beispiel mit besonders schönen Giebeln, hatte ich mir mehr erwartet“. Positiv überrascht waren viele vom Rathauspark, dem unbestrittenen Meisterstück. Zwölf bewegliche Strahler, dazu LEDs, die die Bäume in einen Märchenwald verwandeln – „großartig“, so auch das Urteil von Cedric Oswald, wie viele Hobbyfotografen mit Stativ unterwegs.

Illuminierte Nacht in Scheeßel

Um weitere Höhepunkte war die Veranstaltung nicht verlegen: bei Miesners Hof hatten es sich Kinofans gemütlich gemacht, um in Liegestühlen Kurzfilme samt Bewirtung durch den Bäcker nebenan zu genießen. Carola und Anja Schouten vom Mobilen Kino waren zufrieden, auch wenn der Verein mit dem Abend ein Minus einfahren würde.

Ein Stück weiter bekommt „Kreiselkunst“ eine neue Bedeutung: Das Duo „Pfennigmix“ ruft quer über den (leider nicht einbezogenen) Beekekreisel herüber: „Are you ready?“ Thomas Voss am Stand der Beekelöwen hat schon beim vorigen Beatles-Cover aus der Ferne mitgejammt, jetzt dreht er auf. Fast schade, dass hier bei einigen Häuserfronten und Geschäften schon ab 22 Uhr die Lichter ausgehen – für die Scheeßeler ist die Party noch lang nicht zu Ende. 

Nach heißen Sambaklängen vor dem Nötelhaus geben die Lokalmatadoren „Turbulenzen“ am Stand des Rot-Weiß Scheeßel richtig Gas; im Modehaus fließen diverse Cocktails, eine Kanzlei in der Großen Straße hat die historischen Pforten geöffnet und schenkt selbstgebrautes Scheeßeler Craftbier aus. Der Beeke-Ort hat – dank des Einsatzes von acht Technikern und 300 Spots – mit seinem Leuchtturmprojekt Strahlkraft, zumindest für einen Abend. hey

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