Krippendebatte: Bürgermeisterin appelliert in offenem Brief an „Vernunft und Verantwortung“

Alternativen in der Hinterhand

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Krippenplätze gehören in den Kernort – dieser Auffassung ist zumindest Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele.

Scheeßel - Geht die von der im Gemeinderat vertretenen Mehrheitsgruppe (SPD, Grüne und Gruppe 57) favorisierte Lösung zur Einrichtung einer Krippengruppe im Dorfgemeinschaftshaus Westervesede am Betreuungsbedarf vorbei? „Ja“, ist Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) überzeugt. Eine Woche, bevor im Rat über den Antrag entschieden werden soll, äußert die Verwaltungschefin in einem an die Scheeßeler Lokalpolitiker gerichteten offenen Brief Bedenken, was den Standort betrifft. „So etwas hat weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung der Gemeinde insgesamt“, beginnt das Schreiben. Und weiter heißt es darin im Wortlaut: „Im Zuge der langjährigen Beratungen zum Thema Krippen hat die Verwaltung vorgebracht, dass die überwiegende Nachfrage nach Krippenplätzen im Kernort besteht. Zahlen, Daten, Fakten wurden mehrfach in Sitzungen vorgestellt.“ Die aktuellen Belegungszahlen in den gemeindlichen Krippen würden diese Einschätzung untermauern.

Sollte eine Entscheidung gegen eine Krippe in Westervesede fallen, wolle ihre Verwaltung Varianten prüfen, wo konkret im Kernort die zwei vorübergehenden Container-Krippengruppen ersetzt werden können. Vor dem Hintergrund, dass der Anbau einer Gruppe im Kernort am Sperlingsweg bereits beschlossene Sache ist, solle geprüft werden, ob dort auch zwei Einheiten geschaffen werden können. Und die Bürgermeisterin zählt noch weitere Varianten auf: „Möglich wäre auf jeden Fall kostengünstig der ebenerdige Anbau einer Gruppe an der vorhandenen Krippe an der Beeke-Schule. Auch im Baugebiet vor dem Varel II, das im nächsten Jahr im zweiten Bauabschnitt realisiert werden soll, läge eine gute Perspektive.“

Nur unter der politischen Prämisse, dass die Ratsmehrheit die Krippe dennoch nach Westervesede verlagern möchte, werbe sie für eine Splitlösung für Westervesede und Ostervesede.

Abschließend heißt es im offenen Brief: „Ich respektiere, dass es in unserer parlamentarischen Demokratie unterschiedliche Sichtweisen zur Lösung von Problemen gibt. Ich appelliere an Ihre Vernunft und Ihre Verantwortung für die Gemeinde.“

lw

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