Beekebad bereitet den Saisonstart vor / Öffnungszeiten werden auf rund 60 Prozent eingedampft

Kreisverkehr in drei Tempi

Auch das gehört zur Vorbereitung: Schwimmmeisterin Franziska Dreyer fertigt laminierte „Startnummern“ an, die jeder Badegast später am Einlass erhält. Foto: Heyne
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Auch das gehört zur Vorbereitung: Schwimmmeisterin Franziska Dreyer fertigt laminierte „Startnummern“ an, die jeder Badegast später am Einlass erhält.

Scheeßel – Noch ist im Scheeßeler Beekebad von den Maßnahmen für den „besonderen Saisonstart“, wie Gemeindevertreter Frank Thies es nennt, wenig zu sehen. Die Farbe für Bodenmarkierungen soll in den nächsten Tagen vom Bauhof geliefert werden, rot-weißes Flatterband sei erst beim fünften Internet-Anbieter bestellbar gewesen, berichtet Schwimmmeister Marcus Hils.

Nach einem Monat der Ungewissheit soll es am Dienstag mit dem Schwimmbetrieb losgehen – allerdings mit entsprechenden Sicherheitsauflagen. Seit der letzten Verordnung vor knapp zwei Wochen habe man „intensiv geprüft, was wir unseren Besuchern unter diesen Umständen anbieten können“, so Stefan Behrens, der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin. Und das ist konkret ein eingeschränkter Badebetrieb: 120 Besucher dürften zeitgleich ins Bad, die Verweildauer ist auf zwei Stunden begrenzt. Immerhin: Nicht nur die Becken dürfen (bis auf Babybecken und Sprungturm) benutzt werden, sondern auch die Liegewiesen. Maskenpflicht bestehe nur an der Imbissbude und im Eingangsbereich. Dort sorgt auch ein Einbahnsystem für den nötigen Abstand, wie übrigens auch bei den Einzelumkleiden und im Schwimmerbecken. Drei abgetrennte „Doppelbahnen“ sollen die Schwimmer mit unterschiedlichen Tempi von „gemütlich“ bis „schnell“ im Kreisverkehr auf Abstand halten. Überholmanöver sind so nicht möglich.

Im nicht unterteilten Nichtschwimmerbereich können Eltern mit ihren Kindern spielen, ebenso wie auf den Rasenflächen. Auch dort müssen Hils und seine Kollegin Franziska Dreyer die Einhaltung des Abstandsgebots überprüfen. Auch die Desinfektionsarbeiten mehrmals am Tag, für die der laufende Betrieb für je eineinhalb Stunden unterbrochen wird, kommen auf sie zu – Aufgaben, die die Gemeinde ebenso wie die Aufsicht über die Einhaltung der Bestimmungen gern in der Hand qualifizierter Kräfte sieht. „Das kann man nicht irgendeiner Hilfskraft übertragen“, so Behrens, und die Personaldecke sei eng. Zwangsläufig führe die Aussetzung des Schichtdienstes zu Einschränkungen des Badebetriebes. Montags ist ab sofort Ruhetag.

Trotz allem: Dreyer und Hils sind froh, dass es nun endlich losgeht. Sie vertrauen auf die Eigenverantwortung ihrer Gäste. „Die Leute nehmen Anteil mit vielen konstruktiven Vorschlägen“, berichtet Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales Frank Thies. Man versuche, alles zu berücksichtigen, „aber das ist ein fließender Prozess und muss sich erst einspielen“. Gespannt sei man, wie oft und wann die Kapazitätsgrenze erreicht werde. Bei Bedarf oder neuen Verordnungen werde nachjustiert. Momentan sind ausschließlich Tagestickets vorgesehen, „die Rückerstattung von Saisontickets, falls wir im Zuge etwaiger neuer Verordnungen eher schließen müssten, wäre kaum zu wuppen“, so Thies. Die Bezahlung erfolgt ausschließlich in bar, „gern mit passender Münze“, erläutert Marcus Hils, Zehnerkarten sind zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehen. Auch Wertgegenstände können nicht mehr im Kassenhäuschen verwahrt werden, „die bitte zuhause lassen“, so Dreyers Appell. Auf der laminierten „Startnummer“, die jeder Gast am Einlass erhält, wird die Ankunftszeit vermerkt, „damit auch jeder weiß, wann er das Bad wieder verlassen muss“.

Entfallen müssen gegenwärtig das DLRG-Training und Schwimmkurse, das Umkleiden ist in Einzelkabinen möglich.  hey

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