Um- und Ausbau

Grünes Licht für Westerveseder Dorfgemeinschaftshaus

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Die Grundrisszeichnung verdeutlicht die künftige Gewichtung zwischen der Nutzfläche für den Kindergarten (rot gekennzeichnet) und der der Dorfgemeinschaft.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Es geht voran in der Mission „Ein rundum erneuertes DGH für Westervesede“. Bei der Sitzung des Scheeßeler Gemeinderates am Donnerstagabend konnten sich die Politiker einstimmig auf ein Konzept einigen, das sowohl der Dorfgemeinschaft als auch dem Kindergartenbetrieb Rechnung trägt.

Rund 1,3 Millionen Euro sind für den Um- und Ausbau veranschlagt, der wohl nicht vor 2019 fertiggestellt sein wird.

„Lasst es uns endlich auf den Weg bringen“, forderte Angelika Dorsch (SPD). Damit sprach sie wohl allen Ratsmitgliedern aus der Seele. Intensiv war das Vorhaben fraktionsübergreifend und unter Beteiligung des Westerveseder Ortrates in mehreren Runden beraten worden – ein jahrelanger Prozess, unter dem der Rat nun einen Schlusspunkt setzte. Einstimmig gab das Gremium dem von einem Rotenburger Architekturbüro auf Basis zahlreicher Anregungen erarbeiteten Entwurf grünes Licht.

Ein Konzept, das kostet. Ein finanzieller Batzen, auf dem die Gemeinde aber nicht alleine sitzen bleibt, wie Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) erklärte. Für den DGH-Umbau rechne sie mit einer 66-prozentigen Förderung, „im Bereich Kindergarten ist das noch etwas unklar“. Sicher sei: Für die Krippe erhalte die Gemeinde einen Zuschuss über 60. 000 Euro. „Summa summarum sprechen wir derzeit also über eine Fördersumme von etwa 350 .000 Euro.“

Speisebereich und Ruheraum

Was für den Gebäudekomplex konkret geplant ist, darüber gab im Vorwege der Abstimmung Planerin Annette Kläner-Brandt Auskunft. Demnach habe der Wunsch nach einer zusätzlichen altersübergreifenden Kindergartengruppe sowie nach einer Ganztagsunterbringung durchaus zu einem größeren Raumbedarf im Erdgeschoss geführt. „Konkret müsste beispielsweise der Küchen- und Speisebereich vergrößert sowie ein Ruheraum geschaffen werden“, verdeutlichte die Fachfrau. Im Ergebnis würden jene Räumlichkeiten, die durch den Kindergarten bereits genutzt werden, renoviert und um einen Flachdachanbau ergänzt. Im Gegenzug würden für die Dorfgemeinschaft zwei Räume hinzukommen, die aber auch vom Kindergarten multifunktional mitgenutzt werden könnten.

Eine weitere Aufgabenstellung sei es gewesen, den Sanitärbereich an heutige Anforderungen anzupassen. Dies, so Kläner-Brandt, würde zwar auf den ersten Blick zu Lasten der vorhandenen Dorfgemeinschaftsfläche gehen, könne aber durch eine optimierte Einrichtung im Küchenbereich (inklusive einer neuen Kühlzelle) wieder aufgefangen werden.

Auch das Dachgeschoss, künftig nicht mehr vom Kindergarten mitgenutzt, erfahre einige bauliche Änderungen. Bliebe die dort befindliche ehemalige Wohnung auch weiterhin leer stehen, erhalte deren Bodenfläche zumindest zwecks dem darunterliegenden Saal eine Wärmedämmung. Ferner erhalte die Nutzung im Obergeschoss einen zweiten baulichen Rettungsweg in Form einer Außentreppe.

Auf die Frage von Ratsherr Wolfgang Bassen (CDU), zu wann denn mit einer Fertigstellung zu rechnen sei, versicherte die Bürgermeisterin, dass man den nun zu stellenden Bauantrag „so zügig wie möglich“ erarbeiten werde. Kalkuliere man das noch zu erstellende Brandschutzkonzept mit ein, werde das Dorfgemeinschaftshaus wohl zum übernächsten Kindergartenjahr fertig sein, so Dittmer-Scheele.

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