Das Konzept geht auf

Netzwerk lokaler Handwerker trifft mit Leistungsschau den Nerv der Besucher

Ria Baumann (l.) und Jonas Düring hatten am Garten- und Landschaftsbaustand Weseloh sichtlich Spaß. - Foto: Heyne

Scheeßel - Scheeßeler Handwerker zeigen Geschlossenheit, und das bereits seit einigen Jahren. Und zwar mit einem Netzwerk von derzeit 18 Dienstleistern vorwiegend aus dem handwerklichen Bereich, das die meisten Gewerke für Häuslebauer abdeckt. Am Wochenende präsentierten sie sich im Rahmen der „Scheeßeler Handwerkertage“ bereits zum dritten Mal, allerdings erstmals im Kernort gegenüber dem Rathaus.

„Wir nennen uns Scheeßeler Handwerker – da ist es nur logisch, hier auszustellen“, brachte Malermeister Uwe Meincke es auf den Punkt. Das neue Konzept – die ersten zwei Auflagen der Leistungsschau waren in Ostervesede abgehalten worden – ging auf: „Wir hatten in den ersten zwei Stunden schon fast so viele Besucher wie sonst an beiden Tagen zusammen“, konstatierte Rouven Stieghahn, einer der Gründerväter des Netzwerks, zufrieden.

Dritte Ausgabe der Scheeßeler Handwerkertage

Tischlermeister Jan Narten, seit Anfang des Jahres dabei und somit ein „Frischling“ im Verbund, konnte sich bereits in den ersten zwei Stunden über sieben konkrete Anfragen, verbunden mit Terminvereinbarungen, freuen. Seine eigens für die Ausstellung gefertigten Möbel – eine Bank aus dem Holz der Räucherkammer eines Bauernhauses oder der Tisch aus einer noch vom eigenen Urgroßvater gepflanzten Eiche – erwiesen sich als echter Blickfang. „Wir arbeiten eh bei vielen Projekten zusammen – diesen Zusammenhalt wollen wir auch nach außen hin zeigen“, begründet der Stemmener seine Zugehörigkeit zum Verbund. Er ist überzeugt: „Wir können und wollen etwas und brauchen uns nicht zu verstecken!“

Kein Rahmenprogramm - Fokus auf die Kernkompetenzen

Das belegte der Gang durch die Ausstellung – chronologisch angeordnet wie beim Kauf eines Hauses vom Makler über die Versicherung bis zu den einzelnen Gewerken wie Holz- und Metallbau, Elektrik, Garten- und Landschaftsbau bis zur Inneneinrichtung. Die 450 Quadratmeter große Fläche im beheizten Zelt bot viel Raum, um sich Anregungen zu holen. „Diese Größe brauchen wir schon“, so Stieghahn. Schließlich sieht das neue Konzept eine Besinnung auf die Kernkompetenzen vor; das Rahmenprogramm wurde gestrichen, der Fokus liegt „darauf, was wir tun und können.“

Die Zahl derer, die zum Bummeln gekommen waren und der Interessenten mit konkreten Fragen hielt sich in etwa die Waage. Ricarda und Bernd Friedrichs nutzten die Gelegenheit, Holzbauer Volker Kröger zum geplanten Dachausbau Fragen zu stellen – „den Chef griffbereit zu haben, ist ein Riesenvorteil, der so im Alltag nicht immer gegeben ist“, weiß Stieghahn.

Kulinarisches Angebot wusste zu überzeugen

Andere Besucher waren mehr aus Neugier gekommen, wie Familie Baumann aus Stemmen: „Ich wollte mal sehen, was die Kollegen so machen“, meinte Klas Baumann, Spezialist für Beregnungsanlagen. Sein Fazit: „Toll, dass die sich immer etwas Neues einfallen lassen!“ Tochter Ria und Patenkind Jonas begeisterte vor allem das Extra-Zelt für kleine kulinarische Stärkungen, wo sie das versprochene Eis von Melkhus-Betreiberin Sabine Bassen bekamen.

Für Ute Lüdemann und ihre Kollegin Martina Hollmann von der Bäckerei Stelling ging es nicht nur um den Verkauf von Brot und Kuchen, sondern auch darum, sich erstmals in diesem Rahmen zu präsentieren. Ihr Fazit: „Viel besser als erwartet!“

hey

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