Anwohner wollen zu schnelle Autofahrer ausbremsen

Wenkeloher Straße in Westeresch: Kommt die Tempo-30-Zone?

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Einen Gehweg gibt es an der Wenkeloher Straße nicht, Eltern haben Angst um ihre Kinder.

„Hier gibt es keinen Bürgersteig. Wenn wir aus unserer Auffahrt treten, stehen wir direkt auf der Straße“, sagt ein Mann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Mit seiner Familie wohnt der Westerescher an der Wenkeloher Straße. Hier dürfen Autofahrer maximal 50 Stundenkilometer fahren. Die meisten seien auf der kerzengeraden Trasse aber schneller unterwegs, klagen Anwohner. Und dass in einer Gemeindestraße ohne Geh- und Radweg. Nicht wenige Bürger, auch die aus den Nebenstraßen Im Eichengrund und Beim Fuhrenkamp, fordern daher die Einrichtung einer Tempo-30-Zone. Einige Eltern bangen um die Sicherheit ihrer Kinder, worauf auch das eine oder andere aufgestellte „Achtung, Kinder“-Schild hinweist.

Westeresch - Ob es tatsächlich aber soweit kommt, das soll das Ergebnis einer noch ausstehenden Anliegerbefragung zeigen. „Einige sind dafür, anderen gefällt der Gedanke an eine 30er-Zone gar nicht“, erinnerte Ortsbürgermeister Ernst Behrens (CDU) am Dienstagabend in einer öffentlichen Ortsratssitzung an eine Anfang des Jahres abgehaltene Dorfversammlung, auf der das Thema erstmals hochgekocht war. Nun solle ein förmliches Verfahren (die Gemeinde adressiert Fragebögen mit Rückumschlag an alle Betroffenen) Klarheit schaffen. Behrens: „Das von der Verwaltung bekanntgemachte Ergebnis wird der Ortsrat dann mit einem späteren Beschluss berücksichtigen.“

Aber, meldete sich ein Zuhörer zu Wort, sollten in dem Brief auch mögliche bauliche Maßnahmen zur Umsetzung eines Tempo-30-Bereichs Erwähnung finden. „Denn nur so hätte das Votum überhaupt eine Grundlage.“ Denkbar, hieß es in der Sitzung, sei beispielsweise für jenen Fall, dass trotz Beschilderung später immer noch in der Wenkeloher Straße zu schnell gefahren werden sollte, eine Verkehrsinsel, sodass die freie Sicht auf die langgezogene Fahrbahn unterbrochen wird. „In diesem Fall wäre so etwas dann aber auch für die Anwohner kostenpflichtig“, kündigte der Ortsbürgermeister auf der Sitzung an.

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