Kochen in der Fintauschule verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Lauenbrücker Küchenteam ist international besetzt

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Beim gemeinsamen Kochen finden in Lauenbrück Flüchtlinge und Einheimische zueinander.

Lauenbrück - Von Hannelore Rutzen. Das ist gelebte Integration von Asylbewerbern in der Samtgemeinde Fintel. In der Lauenbrücker Fintauschule brodelte es dazu allerdings gewaltig. Genauer gesagt: In der Küche. Denn dort bereiteten am Dienstagabend Einheimische und Flüchtlinge leckere Speisen zu – und führten dadurch verschiedene Nationen zusammen.

Acht afrikanische Asylbewerber, die derzeit in Lauenbrück und Benkeloh untergebracht sind, nahmen an dem außergewöhnlichen Kochexkurs teil und zeigten sich überwältigt von den neuen Geschmackseindrücken. Zumal sie das Hühnerfrikassee selbst zubereiten halfen.

Auf die Beine gestellt hatte das Projekt, das nun regelmäßig stattfinden soll, die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde, Philine Homfeldt. Kochen, sagte sie sich, sei eine Sprache, die jeder versteht. Den jungen Asylbewerbern standen neben Homfeldt noch Gisela Frey, Susanne Hermann, Daniela Poltrock, Marina Portmann und Mara Jäger mit Rat und Tat zur Seite. Letztere übersetzte perfekt aus Französisch und Englisch.

Die Männer bereiteten das Fleisch, Gemüse und die Soße selbst zu. Sie schnippelten, rührten, pürierten und schmeckten ab. Schließlich deckten sie den Tisch und aßen die erste gemeinsam zubereitete Mahlzeit. Man verstand sich ohne viele Worte, dennoch musste Jäger mit dem Übersetzen nachhelfen.

Das nächste Mal, entschieden die Afrikaner, sollte es ein typisches Gericht ihrer Heimat sein: „Banku“ – das sind speziell zubereitete Klöße, mit Erdnusssoße und Fisch.

„Dieses gemeinsame Kochen war wundervoll und hat sich gelohnt. Man konnte viel voneinander lernen und erfahren“, zog Philine Homfeldt ein positives Fazit aus der Premierenveranstaltung. Im Gespräch warf sie die Frage der Finanzierung auf. Es wäre gut, wenn sich der Kochtreff selbst tragen könnte. Das könnte so aussehen; Jeder Teilnehmer spendet nach seinem Ermessen einen Obolus, auch die Asylbewerber. Denn auch ein Essen, das bei ihnen in der Heimate zubereitet wird, muss finanziert werden.

Die Gleichstellungsbeauftragte schlug vor, den Kochtreff im Abstand von vier Wochen stattfinden zu lassen. Das nächste Mal wird es am Dienstag, 5. Mai, um 17 Uhr in der Küche der Fintauschule sein. Jeder aus der Samtgemeinde, auch Männer oder Senioren mit ihren Erfahrungen und die Asylbewerber sind dazu eingeladen, um viele Gerichte kennen zu lernen und gemeinschaftlich zusammen zu sein, voneinander zu lernen, wie und was man woanders isst.

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