CDU und SPD lehnen Gesprächsangebot der Kreisgruppe ab / Radtke: „Merkwürdige Situation

Knotenpunkt: BUND scheitert mit rundem Tisch

Kommen die Linksabbiegespuren für den Knotenpunkt am Fuhrenkamp oder kommen sie nicht? Eine Entscheidung darüber dürfte endlich in diesem Jahr fallen.
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Kommen die Linksabbiegespuren für den Knotenpunkt am Fuhrenkamp oder kommen sie nicht? Eine Entscheidung darüber dürfte endlich in diesem Jahr fallen.

Scheeßel – Manfred Radtke ist enttäuscht. Sehr sogar. Gerne hätte der Rotenburger im Namen der BUND-Kreisgruppe, deren Vorsitzender er ist, Vertreter aus allen Scheeßeler Gemeinderatsfraktionen beziehungsweise -gruppen zu einem Meinungsaustausch in nicht-öffentlicher Runde bewegen wollen. Hintergrund für ein von ihm gewünschtes Treffen: Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll eine Entscheidung über die Änderung des Bebauungsplans Fuhrenkamp II fallen und damit auch endlich die Frage beantwortet werden, ob die umstrittenen Linksabbiegespuren im Knotenbereich L 130/Fuhrenkamp/Vareler Weg neben der weitaus weniger umstrittenen vollsignalisierten Ampelanlage nun gebaut werden oder nicht.

Zweimal schon, sagt Radtke, habe der BUND die Scheeßeler Politik in schriftlicher Form darauf hingewiesen, dass die in der Begründung des B-Plans genannten Unterlagen nicht korrekt seien. Darum halte er ein persönliches Gespräch mit den Ratsmitgliedern, aber auch mit der Verwaltung, für längst überfällig, „bevor Entscheidungen zu Lasten der Natur fallen, die absolut nicht notwendig sind“, spielt er auf die Fällung von rund 30 kerngesunden Eichenbäumen an, die mit einem Bau der Spuren bekanntlich einhergehen würde.

Gerne hätte seine Gruppe bei der Gelegenheit auch darauf hinweisen wollen, dass im Rotenburger Raum tatsächlich schon einmal eine geplante 90 Meter lange Abbiegespur wieder aufgehoben worden sei – „und zwar sogar von einer Bundesstraße in eine Kreisstraße in einem Bereich, in dem Tempo 100 zulässig ist“. Dabei, meint Radtke, sei das Verkehrsaufkommen dort sogar mehr als doppelt so hoch wie auf der L 130 im Bereich Fuhrenkamp. „Schon dieser Vorgang sollte stutzig machen, warum in Scheeßel bei jeweils unterklassigen Straßen 90 Meter lange Abbiegespuren erforderlich sein sollen“, berichtet der Vorsitzende.

Während Grüne und Gruppe 57 nun durchaus Interesse an einem Austausch bekundet haben sollen, hätten CDU und SPD das BUND-Angebot dankend abgelehnt. „Von deren Seite hieß es, wir sollten doch selbst der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Vorschläge unterbreiten – nur verweist eben genau diese Behörde darauf, dass ja die Gemeinde Scheeßel Vorhabenträgerin sei und daher auch dort sämtliche Fäden zusammenlaufen mögen“, macht Radtke deutlich. Er jedenfalls wundere sich über die merkwürdige Situation, „dass auch dort, wo die Planungshoheit liegt und die Entscheidung über den Bebauungsplan fällt, kein Interesse an einem Gespräch besteht“. Dabei, so Radtke, sei es eigentlich doch üblich, sich vor einer Entscheidung alle Argumente anzuhören. „Zunächst auf Basis der vorliegenden Unterlagen zu entscheiden, danach vielleicht das Gesprächsangebot anzunehmen, wie von den Fraktionen in Aussicht gestellt – das macht nun wirklich wenig Sinn.“  lw

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