Fachausschuss der Gemeinde stellt Förderung für neues Sporthaus in Bartelsdorf in Aussicht

Ein klares Signal aus der Politik

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Das alte Bartelsdorfer Sporthaus soll dem Erdboden gleich gemacht werden und durch einen Neubau ersetzt werden.

Scheeßel/Bartelsdorf - Von Lars Warnecke. Sport macht Spaß – vor allem, wenn man ihn in einer ordentlich bespielbaren Halle ausüben kann. Beim SV Bartelsdorf scheint das zuletzt nur noch bedingt möglich gewesen zu sein. Das verwundert nicht, wenn man weiß, dass das Sporthaus, eine Liegenschaft der Gemeinde, seit mehr als 40 Jahren für den Spielbetrieb des Vereins genutzt wird. Nun soll der Altbau einem Neubau weichen.

Rissige Fließen, marode Leitungen, veraltete Toilettenanlagen, Asbestplatten unterm Dach: Die Mängelliste, die BSV-Vorsitzender Uwe Hollmann aufzählt, ist lang. So lang, dass das an die Bartelsdorfer Mehrzweckhalle angegliederte Sporthaus aus Sicht seines Vereines dem Erdboden gleich gemacht werden müsste. So weit, so klar. Nur sind die für einen Neubau kalkulierten Kosten über 206.000 Euro eben auch kein Pappenstiel. Also: woher nehmen?

Immerhin: 41.200 Euro, und damit 20 Prozent des Gesamtbudgets, könnten die Sportler aus Eigenmitteln bestreiten. Und auch der Bartelsdorfer Ortsrat will sich an dem Projekt, das noch in diesem Jahr angeschoben und 2017 umgesetzt werden soll, finanziell beteiligen. Bleiben noch die Zuschüsse vom Landessportbund (LSB), Landkreis und von der Gemeinde. Denn: Der Sportverein hat seine Bitte um Förderung per Antrag formuliert. Und über den hatte nun der Scheeßeler Sportausschuss zu beraten.

Nach dem Finanzierungsplan würde sich die Gemeinde mit 61.800 Euro zuzüglich der Planungskosten an dem Vorhaben beteiligen. Gut investiertes Geld, befand Ratsherr Hans-Jürgen Conrad (CDU), schließlich seien nicht nur die Fußballer und Tennisspieler Nutznießer der Anlage. „Die ganze Woche über ist die Mehrzweckhalle mit Turngruppen belegt, die die Duschen und Umkleideräume des Sporthauses mit nutzen.“ Der Wohlsdorfer Ortsbürgermeister betonte, dass seine Ortschaft in dieser Sache eng mit den benachbarten Bartelsdorfern zusammenarbeite.

Für die Gemeinde ein positiver Nebeneffekt: Da der Antrag von einem Verein, und nicht etwa vom Ortsrat gestellt wurde, käme ihr das Bauprojekt vor dem Hintergrund möglicher Zuschüsse vom Kreis und Sportbund weit weniger teuer zu stehen. „Inzwischen gibt es für das Gebäude auch einen langfristigen Pachtvertrag, ohne den es vom LSB keinen einzigen Cent gegeben hätte“, führte Conrad weiter aus. Für ihn stehe fest: „Bessere Voraussetzungen, das Vorhaben in die Tat umzusetzen, gibt es nicht.“ Nun bedürfe es lediglich noch einer Bauvoranfrage an den Landkreis.

Auch auf Kreisebene sei der Antrag bereits wohlwollend zur Kenntnis genommen worden, gab Angelika Dorsch (SPD), zugleich Abgeordnete im Kreistag, Auskunft. „Es ist sehr zu begrüßen, dass sich der Sportverein dort dermaßen einbringen will“, so die Bartelsdorferin, die damit für alle Ausschussmitglieder sprach.

Allerdings: Noch fehlt es im aktuellen Gemeinde-Etat an den Finanzierungsmöglichkeiten. Abhilfe soll, wie im Fall des Westerescher Jugendzentrums (wir berichteten), ein Nachtragshaushalt schaffen, dessen Aufstellung der Rat in seiner nächsten Sitzung Anfang Juni aller Voraussicht nach auf den Weg bringen wird.

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