„Swimmy-Treff“ positioniert sich neu

„Wir bleiben am Ball!“

Unbeschwerte Zeiten für die „Swimmys“: Wird es sie auch in Zukunft noch geben? - Foto: hey

Scheeßel - Die Zeiten ändern sich – das mussten auch die „Swimmys“ feststellen, der kirchliche Kindertreff, den die St.-Lucas-Kirche als Alternative zu den Kindergärten der Gemeinde seit mehr als 20 Jahren vorhält und den in dieser Zeit mehr als 600 Kinder besucht haben.

Im Rahmen des Stifter-Nachmittags, aus dessen Kassen die Betreuungseinrichtung für die Jüngsten regelmäßig Ausschüttungen erhält, gab Karin Weseloh den Anwesenden einen Abriss der vergangenen Jahre. Und die nahmen sich durchaus bewegt aus: „Der Trend geht dazu, dass die betreuten Kinder immer jünger werden“, so die Vorsitzende des Fördervereins. Dem habe man Rechnung getragen und das Eintrittsalter von drei auf zwei Jahre gesenkt.

Allerdings habe sich gezeigt, dass der Abnabelungsprozess sich in diesem Alter schwieriger gestalte. „Daraufhin haben wir die Gruppenstärken von 15 auf zehn Kinder gesenkt und das Berliner Modell eingeführt“, erklärte die Wenkeloherin. Bei diesem „sanften Einstieg“ werden zunächst nur einige wenige Kinder für wenige Stunden aufgenommen; wenn diese sich eingewöhnt haben, folgen die nächsten.

Dies habe sich ebenso auf die Personalkosten ausgewirkt wie das Vorhalten zweier ausgebildeter Erzieherinnen bei so kleiner Gruppenstärke. Fakt ist: „Wir können nur mit Spenden existieren“, so Weseloh. Seit der Kündigung einer der Erzieherinnen, die in Punkto Eingliederung der Jüngsten federführend war, stellte sich die Frage nach der Zukunft. Das Ergebnis: „Die Kleingruppe wird ab Sommer geschlossen.“ Ab sofort sollen alle Mittel in die große Gruppe fließen. Für sie liegen ab Sommer 13 Anmeldungen vor. „Ob das zeitlich relativ geringe Angebot auch weiterhin von den Eltern älterer Kinder ab drei Jahren genutzt wird, muss die Zukunft zeigen“, so Weseloh. Bis Ende 2017 sei der Betrieb gesichert, „und wir bleiben am Ball!“

Doch auch Positives gab es zu vermelden: So besucht seit einiger Zeit ein afghanisches Flüchtlingsmädchen die Swimmys. Der Beitrag zur Integration habe sofort gefruchtet: „Eigentlich sollte sie zunächst eine Stunde bei uns schnuppern, doch sie wollte gar nicht wieder weg“, berichtet Erzieherin Elke Meyer, die den Kindergartenbesuch des Mädchens als Bereicherung empfindet. 

hey

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