Kindergarten Wohlsdorf wird ausgezeichnet

Mehrsprachig, mit Gebärden und Orff-Instrumenten

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Die Kinder und ihre Erzieherinnen vom Wohlsdorfer Kindergarten erhielten vom Chorverband Niedersachsen-Bremen eine Urkunde, die die Einrichtung als „Kitamusica“ auszeichnet.

Wohlsdorf - Den jüngsten Mädchen und Jungen den Spaß an Musik vermitteln – davon können Heike Herrmann und ihr Erzieherinnenteam im Kindergarten Wohlsdorf ein Lied singen.

Dabei waren es nicht nur eins, sondern gleich acht, die den Eltern, aber auch einigen externen Gästen jetzt zu Gehör gebracht wurden. Der Anlass für das kleine Konzert: Der Kreischorverband Rotenburg zertifiziert im Namen des Chorverbands Niedersachen-Bremen in seinem Projekt „Kitamusica“ all solche Kindertagesstätten, in denen das gemeinsame Singen zum täglichen Brot gehört.

In Wohlsdorf, wo man seit vielen Jahren die musikalische Ausrichtung pflegt und dafür bereits mit zwei „Felix“-Auszeichnungen belohnt wurde, rannten Gisela Kracke und Manfred Burmester offene Türen ein. Ein erster Besuch von Jacqueline Isbrecht, die dem Projekt als ausgebildete Musikerzieherin auf die Beine helfen und interessierte Kindergärten unterstützen soll, zeigte: „Die sind hier ziemlich gut unterwegs!“

Die Kriterien: Freude am Singen, ein für Kinder geeigneter Tonumfang und die entsprechenden rhythmischen Vorgaben – alles auf Anhieb erfüllt. Im Unterschied zu anderen interessierten Kindergärten, die im Rahmen des noch jungen Projekts zum Beispiel durch Schulungen der Erzieher oder Vermittlung von Singpaten oder ganzen Chören betreut werden, stand fest: „Bei einer so engagierten, musikbegeisterten Erzieherin, die sich selbst fortgebildet hat und auch noch per Gitarre begleitet, brauchen die keine Unterstützung mehr.“

„Beeindruckend, wie sie mitgemacht haben“

Bei einem zweiten Besuch wurde das Programm für die Aufführung durchgesprochen, neben einem Lied in Gebärdensprache und Songs mit Begleitung durch Orff-Instrumente auch mehrsprachige Lieder. „Wir haben einen rumänischen Jungen und einen spanischen Muttersprachler – es ist schön, wenn auch diese Seite der Kinder angesprochen und integriert wird, so Herrmann.

Die stellvertretende Vorsitzende des Kreischorverbands Kracke, selbst aktive Sängerin und Leiterin im Chorbereich, war begeistert: „Beeindruckend, wie sie mitgemacht haben – das sieht man so nicht so oft.“ So hätten schon die Jüngsten wie selbstverständlich Soloparts übernommen. Auch lobte sie die Textsicherheit der teilweise erst Vierjährigen: „Eine ganz schöne Herausforderung, eine halbe Stunde Programm auswendig zu können, die sie da gemeistert haben!“

Der Hintergrund der Aktion, die die „Musik in die Fläche tragen soll“, wie Isbrecht es formuliert, sind die schwindenden Zahlen gerade in lang etablierten Chören. Dabei sei das Musizieren gerade für junge Menschen eminent wichtig: „Das spricht so viele Hirnareale an“, betont Kracke. Auch wenn das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt: erste Erfolge seien zu verzeichnen.

So steht für Anfang kommenden Monats die Verleihung der nächsten Plakette an: Dann soll der „Regenbogen“-Kindergarten in Vahlde die Plakette erhalten, eine Medaille für jeden jungen Sänger inklusive.

hey

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