Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue liest vor vier Grundschulklassen

Tarzanschrei in der Bücherei

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Büchereileiterin Sabine Scheer (l.) stellte den Kindern die Autorin Dagmar Chidolue vor.

Scheeßel - Von Ursula Ujen. Millie ist schon viel in der Welt herumgekommen: Sie war auf Mallorca, in Ägypten und sogar in Hollywood (wo sie auch Jack Sparrow traf), und nun auch in Scheeßel. Jedenfalls fast – ihre Erfinderin Dagmar Chidolue vermittelte durch ihren lebendigen Vortrag den Kindern beinahe den Eindruck, als würde Millie mitten unter ihnen sitzen.

Vier Grundschulklassen waren in die Gemeindebücherei gekommen, um eine Lesung mit der vielfach preisgekrönten Kinder- und Jugendbuchautorin aus Frankfurt zu erleben. Die Geschichten um das neunjährige patente Mädchen spielen in einem kleinen Ort im Taunus und treffen mit ihrer Situationskomik im Kinderalltag seit 24 Jahren den Geschmack kleiner Leseratten.

Voller Erwartung und mucksmäuschenstill hingen die Schüler an den Lippen der berühmten Schriftstellerin – schließlich hatte sie neue Nachrichten von Millie mitgebracht. Für die seit 40 Jahren schreibende Chidolue war es dann ein Leichtes, die Anspannung zu lockern. Zunächst erzählte sie, wie ihre Geschichten entstehen und dass sie dabei gern eigene schöne, aber auch weniger schöne Erfahrungen umsetze. „So war es auch bei meinem wunderbaren Erlebnis mit den 400 Wildpferden im Merfelder Bruch bei Dülmen, der einzigen frei lebenden Herde auf dem europäischen Kontinent. Klar, dass das ein Abenteuer für Millie war, die als Pferdenärrin unbedingt einen kleinen Hengst bei der Verlosung gewinnen wollte“, so Chidolue.

Sie ließ sich dann auch prompt beim Rezitieren aus dem Buch „Ein Pferd für Millie“ vorführen, wie ein Hengst richtig wiehert – dem kamen die Kinder zunächst etwas verhalten, dann aber immer mutiger nach. Dass das Eis jetzt endgültig gebrochen war, zeigte sich beim Artikulieren des berühmten Tarzanschreis, zu dem die Autorin die Kids beim Vorlesen aus dem Buch „Ricki und Rosa und das Alles-geht-schief-Projekt“ aufforderte. Das klappte hervorragend, schließlich hatten sie mit dem kleinen Helden Ricki mitgelitten, als er im Fahrstuhl stecken blieb und bei der Rettung durch die Feuerwehr den Freudenschrei ausstieß. Chidolue verriet den Kindern, dass ihr dieses tatsächlich selbst zugestoßen sei und wie froh sie damals über ihre Rettung gewesen wäre.

Die sympathische Autorin ließ es sich dann auch nicht nehmen, alle begeisterten Millie- und Ricki-Fans mit persönlichen Autogrammen zu versorgen.

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