Licht ins Dunkel von Waidmannsruh

Kicker des RW Scheeßel planen Finanzierung von LED-Scheinwerfern durch Crowdfunding

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Die Taschenlampe gehört für Carsten Tietjen (l.), hier mit Trainer Torsten Lüdemann und einigen Nachwuchs-Kickern, wohl bald der Vergangenheit an.

Scheeßel - Den Fußballern vom Rot-Weiß Scheeßel geht ein Licht auf – zumindest, wenn es nach dem Willen des Vorstands geht. Der hat die Kampagne „Licht für den Fußball“ ins Leben gerufen. Die Idee, die Rasenfläche im hinteren Teil der Sportplätze mit drei bis vier Masten mit moderner, sparsamer LED-Lichttechnik bestückt zu beleuchten, hatte der Vorstand schon seit einiger Zeit, wie Vorstandsmitglied Carsten Tietjen berichtet.

„So können wir den derzeit circa 350 aktiven Spielern auch der dunklen Jahreszeit eine zusätzliche Trainingsfläche bieten“, so Tietjen. Da sei die Aktion „Viele schaffen mehr“ der Volksbank Wümme-Wieste gerade zur rechten Zeit gekommen.

Vereinsvorsitzender ist zuversichtlich

Im Rahmen der an klassisches Crowdfunding angelehnten Aktion werden regionale gemeinnützige Projekte bezuschusst, die eine breite Masse von Unterstützern finden. Für jeden gespendeten Betrag von mindestens fünf Euro legt das Kreditinstitut nach Ablauf der „Sammelperiode“ noch einmal zehn Euro drauf – vorausgesetzt, das vorher festgelegte Finanzziel, in diesem Fall 5000 Euro, wird erreicht.

Tietjen ist zuversichtlich, dass der Verein die Flutlichtmasten und Strahler auf diese Weise finanziert bekommt: „Die Aktion läuft seit einem Monat. Gegenwärtig sind wir bei 45 Prozent – und das, obwohl wir lediglich in den Sozialen Medien darauf aufmerksam gemacht haben“, gibt sich der Vereinsvorsitzende zuversichtlich.

Flutlicht-Platz stark belastet

Weitere Gelegenheiten, Fördergelder einzuwerben und so die Trainingsbedingungen der aktiven Mitglieder zu verbessern, wie beim Getränkestand anlässlich des Mitternachtsshoppings, werde man natürlich nutzen. Dabei geht es nicht nur um die Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten im Kinder- und Jugendbereich: „Auch kleinere Gruppen der dritten oder vierten Herren könnten hierher ausweichen.“

Weiterhin würde die Nutzung der umliegenden Flächen auch den Rasen schonen. „Derzeit haben wir ja nur einen Platz mit Flutlicht – der wird natürlich ordentlich strapaziert.“ Bei zügiger Sicherung der Finanzierung ist daran gedacht, im Juli mit der Umsetzung des Projekts zu beginnen.

Erste Aktionen anderer Initiativen waren bereits erfolgreich

Die Kampagne wird derzeit von insgesamt sieben Vereinen und Gruppierungen in der Region genutzt, darunter noch zwei weitere aus Scheeßel. Für sie hat sich die Aktion bereits mehr als ausgezahlt: Die „Beekscheepers“ haben nach dem ersten von drei Monaten Laufzeit bereits 114 Prozent der angepeilten Summe für neue Herren-Trachtenhosen erreicht. Die Kaniahilfe, die mit den angepeilten 5000 Euro zur Finanzierung eines Geländewagens unter anderem für Arzttransporte beitragen will, ist mit 147 Unterstützern und 106 Prozent erfüllten Spenden überzeichnet.

„Wenn wir vorher gewusst hätten, wie gut das läuft, hätten wir die gesamte benötigte Summe, also gut das Dreifache, angesetzt“, meint Heike Schütz von der Kaniahilfe fast bedauernd. Sie hofft, dass den verbleibenden Monat trotzdem ordentlich weitergespendet wird – denn auch das ist möglich.

hey

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