Keine Überraschungen und Unwuchten

Genossenschaftsversammlung bescheinigt der Eichenschule stabilen Kurs

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Vorstandsvorsitzender Jürgen Lange dankte der langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Inge Hansen-Schaberg für ihr Engagement.

Scheeßel - Viel Zahlenwerk, viel Bekanntes, viel Einstimmigkeit – kaum Überraschungen barg die Generalversammlung der Schulgenossenschaft Eichenschule am Dienstagabend. Zu der waren, wie Geschäftsführer Stephan Anders witzelte, beileibe nicht alle Genossen erschienen – irgendwie auch gut so, hätte das noch um 61 auf 3 900 Mitglieder gestiegene „Fundament der Schule“ laut Anders wohl die Kapazität des Oberstufenraums gesprengt.

Stattdessen: gerade mal knapp drei Dutzend Stimmberechtigte. Das werteten Vorstandsvorsitzender Jürgen Lange und Schulleiter Christian Birnbaum allerdings als gutes Zeichen: Beim Gymnasium in freier Trägerschaft gäbe es derzeit keine „Unwuchten“. Lange zeigte sich „zufrieden bis sehr zufrieden“ und bescheinigte der Einrichtung einen „auskömmlichen Gewinn“. Dieser komme auch durch zusätzliche Nachzahlungen von staatlicher Hand für inklusive Schule – immerhin 36 .000 Euro für das Schuljahr 2015/2016 – zustande. Zudem haben Landkreis und Gemeinde ihre Zuschüsse für 2017 aufgestockt.

Nichtsdestotrotz sieht Birnbaum „seine“ Schule benachteiligt: „Im Ganztagsbereich bekommen wir keine Gelder für Lehrerstunden.“ Und ebenso Schulmensen wie in öffentlichen Schulen im gesamten Landkreis würden nicht von öffentlicher Hand finanziert. Auch die Personalsituation bereitet ihm zunehmend Kopfschmerzen: „In Zeiten, wo praktisch jeder ausgebildete Lehrer vom Staat angestellt und verbeamtet wird, ist so gut wie kein qualifiziertes Personal mehr auf dem Markt.“ Wenig neu sein Hinweis, dass auch in diesem Jahr die Abiturergebnisse mit 2,5 deutlich besser ausfielen als der Landesschnitt, „auch wenn das nur begrenzte Aussagekraft hat“, wie Birnbaum einräumte. Er hob das große außerunterrichtliche Engagement vieler Schüler und Lehrer hervor, unter anderem die zahlreichen Aktivitäten der Europaschule: „Das ist bei uns nicht nur eine Plakette an der Wand, sondern wird hier gelebt“.

Ehrung mit der Goldenen Eichennadel

In puncto Schülerzahlen scheint die Demografie die Eichenschule eingeholt zu haben, wie Geschäftsführer Stephan Anders vermerkte. Mit 1 027 Schülern seien die Zahlen leicht zurückgegangen. Erstmals wurden nur vier fünfte Klassen eingeschult, im Jahr 2017 / 18 wieder fünf. Für die Umstellung auf G9 sieht man sich, auch dank des Neubaus, gut gerüstet: War bei der letzten Sitzung der Erwerb eines Nachbargrundstücks in der Fuhrenstraße gerade erst besiegelt, ist bereits die Kellerdecke des neuen Mehrzweckgebäudes mit Theatersaal gegossen; eine Fertigstellung zum Theaterfrühling 2019 stellte Anders in Aussicht. Der Bau macht den Löwenanteil der aktuellen Investitionen aus.

Auch personell bleibt fast alles beim Alten: Die nach drei Jahren auslaufenden Amtszeiten von Bettina Dudeck und Joachim Behrens im Vorstand sowie Martina Patschull-Vellguth und Käthe Dittmer-Scheele im Aufsichtsrat wurden ohne Gegenstimmen verlängert. Auf eigenen Wunsch schied die Vorsitzende des Aufsichtsrats Inge Hansen-Scharberg nach drei Amtszeiten aus. Im Rahmen einer Ehrung mit der Goldenen Eichennadel machten Lange und Anders deutlich, wie sehr die Professorin für Erziehungswissenschaft die Geschicke der Einrichtung geprägt hat – nicht nur im Personalausschuss bei der Einstellung von Mitarbeitern, sondern auch bei der pädagogischen Ausrichtung. „So charmant und konstruktiv konnte dem Geschäftsführer sonst niemand auf die Finger schauen“, so Anders. Für sie in den Aufsichtsrat gewählt wurde die Fintelerin Veronica Röhrs.

hey

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