Stücke von Mozart in der St.-Lucas-Kirche

Kantorei sorgt für Gänsehautmomente

Andreas Winterhalter hat das Ensemble sowohl am Klavier als auch als Dirigent fest im Griff: Die Kammer-Sinfonie Bremen lässt mit der Kantorei der St.-Lucas-Kirche ein grandioses Konzert erklingen. Foto: DETLEFSEN

Scheeßel - Von Marié Detlefsen. Hohen Besuch hatte sich die Kantorei der St.-Lucas-Kirchengemeinde am Freitagabend eingeladen. Keinen anderen als Wolfgang Amadeus Mozart hatte man sich – wenn natürlich nur musikalisch – beim Konzert gemeinsam mit der Kammer-Sinfonie Bremen und vier Vokal-Solisten ins Haus geholt. Fast 200 Besucher lauschten den Klängen des Ensembles, während sie den einen oder anderen Gänsehautmoment erlebten.

Als Andreas Winterhalter die Bühne betrat, wurde es schlagartig still. Die Anspannung war groß, denn gleich beim ersten Stück musste er sich in einer Doppelrolle beweisen: als Pianist und Dirigent. Auf dem Programm stand Mozarts Requiem und die c-Moll-Messe (KV 427). Ein kurzes Nicken lies sofort die ersten Töne erklingen. Eröffnet wurde der Abend mit dem Klavierkonzert in A-Dur (KV 414), in welchem Kirchenmusiker Winterhalter als Solist auftrat. Das Stück zeigte besonders die Harmonie zwischen Dirigent und Streicher, welche alle aufeinander abgestimmt waren. Nach einer kurzen Umbaupause stand der Dirigent endlich auf seinem rechtmäßigen Podium, um das Ensemble zu leiten.

Die Lucas-Kantorei wurde dabei von vier Solisten unterstützt. Die beiden Sopranpartien übernahmen Veronika Winter und Manja Stephan. Während Winter in Scheeßel bereits einige Male zu hören war, gab Manja Stephan hier ihr Debüt. Die Tenorpartie wurde von Sven-Olaf Gerdes gebracht und für die Basspartie konnte erstmalig Jan Wiznerowicz gewonnen werden. Dabei gelang allen Künstlern ein grandioser Auftakt mit „Kyrie“ aus der Messe in c-Moll. Der schwungvolle Einstieg samt Chor und Orchester sorgte sofort für die volle Aufmerksamkeit in der Kirche. Besonders eindrucksvoll war das Solo von Sopransängerin Winter. Mit einer zugleich kraftvollen, aber auch ruhigen Stimme überzeugte sie in ganzer Länge. Auch das folgende „Gloria in excelsis Deo“ präsentierte die umwerfende Koordination zwischen Spiel und Gesang, bei dem sich der Sopran natürlich sehr stark positionierte im Vergleich zu den anderen Stimmgruppen.

Trotz des großen Aufgebots gab es eine klare Struktur und vor allem Wechsel zwischen Chor und Solisten. Einer der Höhepunkte des Abends stellte das „Benedictus“ aus der c-Moll Messe dar. Hierbei kamen alle Solisten zum Einsatz, welche sich hervorragend ergänzten. Aber auch der Chor zeigte zum Schluss welche musikalischen Höhen und auch Tiefen in ihm stecken und sorgten damit für einen grandiosen Abschluss des etwa anderthalbstündigen Konzerts.

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