Nachwuchs der Feuerwehren im Südkreis stellt seine Leistungsfähigkeit in Scheeßel unter Beweis

Jugendflamme an 24 Uniformen

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„Es ist vollbracht“: Stolz zeigen sich die neuen Träger der Jugendflamme Teil eins nach bestandener Prüfung.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Schläuche aufrollen, Erste Hilfe leisten und fundiertes Wissen im Umgang mit feuerwehrtechnischen Gerätschaften vorweisen. 24 Mädchen und Jungen aus den Jugendfeuerwehren Ahausen, Scheeßel, Hetzwege, Lauenbrück und Hemslingen-Söhlingen meisterten rund um das Scheeßeler Feuerwehrhaus die schwierige Prüfung zur Erlangung der Jugendflamme I.

Monatelang hatten sich die Nachwuchskräfte in ihren Ortswehren auf den großen Tag vorbereitet. Nun stellten sie an acht Stationen ihren guten Ausbildungsstand in Sachen des praktischen und theoretischen Dienstes in der Feuerwehr unter Beweis.

Kritische und lobende Beobachter zugleich waren Gemeindejugendfeuerwehrwartes Hans-Jürgen Indorf sowie die stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin Bianca Volckmer. Und auch Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, Gemeindebrandmeister Dieter Apel sowie Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Jungen überzeugten sich vor Ort von den Leistungen des Feuerwehrnachwuchses, wobei die Mädchen und Jungen unter anderem eine korrekte Verkehrsabsicherung und Löschangriffe demonstrierten. Zudem waren im rund zweistündigen Prüfungszeitraum Erste Hilfe, der Umgang mit Fahrzeug- und Gerätetechnik, diverse Sportdisziplinen und Fragen rund um das Feuerwehrwesen zu meistern. Alles Bestandteile des Aufgabenprogramms der Jugendflamme, das die Angehörigen der Jugendfeuerwehr deutschlandweit während ihrer Dienstzeit begleitet, fordert und prüft, aber auch begeistert und anregt, sich auszuzeichnen.

Unterschieden wird der Ausbildungsnachweis in drei Stufen, die nach und nach mit Abstand von mindestens einem Jahr abgelegt werden können, berichtet André Peters, Scheeßels Jugendfeuerwehrwart, am Rande der Prüfung. Die Anforderungen der Aufgaben richteteten sich dabei nach der Stufe der Jugendflamme. „Grob eingeteilt lässt sich sagen: Stufe 1 im Alter von zehn bis 13 Jahren, Stufe 2 wird von den Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren abgelegt und Stufe 3 von den Jugendlichen bis 18 Jahren“, so Peters. Pro Station könne man maximal 20 Punkte erreichen. Die Jugendflamme stelle aber nur eine Ergänzung zum normalen Übungsdienst dar. „Es ist auch keine Pflicht, diese Prüfung abzulegen.“

Nur drei Teilnehmer gehen leer aus

Einer, der sein Können unter Beweis stellte, war der zwölfjährige Finn Luca. „Hier müssen wir die W-Fragen nennen und ein Hydranten-Schild beschreiben“, gab der Nachwuchsbrandschützer Auskunft. Und gemeinsam mit seinen Mitstreitern zählte er dann auch locker die W-Fragen aus dem Effeff auf: „Wo passiert es, was passiert, wie viele Verletzte gibt es, welche Verletzungen gibt es?“

Die beiden Wertungsrichter waren durchweg zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Lediglich drei Teilnehmer gingen leer aus. „Sie bekommen dann aber bei der nächsten Abnahme auf alle Fälle eine neue Chance“, versicherte Bianca Volckmer, die die Auswertung vorgenommen hatte.

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