MEIN BUCH UND ICH Geschichte als vierbändige Saga

Jürgen Hoops bringt ein Sachbuch als Roman heraus

Jürgen Hoops in seinem Archiv.
+
Ein umfangreiches Archiv als wichtiges Fundament für Jürgen Hoops‘ Arbeit.

Jürgen Hoops aus Scheeßel hat sich nicht nur als Ahnen- und Heimatforscher einen Namen gemacht, sondern ist auch als Romanautor aktiv. Jetzt erscheint sein neuestes Werk „Die Moorsiedler - Muttererde“ als Auftakt zu einer insgesamt vierbändigen Reihe.

Scheeßel – Vor seinem Haus in Scheeßel informiert die Passanten eine große Tafel mit bunter Schrift und Cover-Abbildungen mehrerer Bücher: „Ahnenforschung, Stammbäume, Höfechroniken. Hoops-Archive, Historische Romane und Sachbücher aus der Heimat.” Und darunter, neben einem Farbporträt des Autors, die Ankündigung: „Neuerscheinung historischer Romane ab 1.

Oktober 2021 ,Die Moorsiedler‘.” Es geht um Jürgen Hoops (63), Berufsoffizier im Sanitätsdienst der Bundeswehr in Leer (Ostfriesland), seit drei Jahren im Ruhestand und seit vielen Jahren von dieser Leidenschaft geradezu besessen: Ahnen- und Heimatforschung im Kreis Rotenburg, für den Bereich des Elbe-Weser-Dreiecks und akribisches Suchen nach Details zum Namen Hoops.

Acht historische Romane

Unter anderem acht historische Romane von ihm sind im Laufe der Jahre erschienen. Jetzt, zum 1. Oktober, bringt der Stuttgarter Ibidem-Verlag das erste von vier Büchern der Familiensaga „Die Moorsiedler” heraus: „Muttererde”, so der Titel des ersten Buchs, dem sich, verteilt über die kommenden drei Jahre, drei weitere Bücher anschließen werden.

Jürgen Hoops hat das erste Buch „Muttererde” der Reihe „Die Moorsiedler” fertiggestellt.

„In den Jahren meiner Forschung, auch für die Chronik, habe ich so viel gelesen und sehr viele Menschen kennengelernt, dass es mir immer wichtiger wurde, überlieferte Sachverhalte, wie zum Beispiel bei den Hexenprozessen, in Sachbüchern richtigzustellen“, beschreibt der 63-jährige, in Harburg geborene und in Scheeßel aufgewachsene Hoops („Mein Künstlername ist Jürgen Hoops von Scheeßel”), wie er den Weg vom historische Sachbuch zum Roman, angelehnt an die Wirklichkeit der Vergangenheit, fand. „Weil jedoch nur relativ wenige Menschen Sachbücher lesen, habe ich mir überlegt, wie man die Geschichte auch in anderer Form vermitteln kann.“

Das Leben der Bauern im Moor

So sei er vor Jahren darauf gekommen, einen Roman zu schreiben. Und der handelte von Gretge Meincken aus Westeresch, die in den Hexenprozessen des Amtes Rotenburg vor über 350 Jahren angeklagt und hingerichtet wurde. „Ihre Mutter war eine geborene Hoops”, ergänzt er. Jetzt, nachdem Hoops, das erste Buch seines vierteiligen Romanzyklus fertiggestellt hat, schreibt der 63-Jährige unter anderem in seinem Nachwort: „In dieser Romanreihe schildere ich die erfolgreiche, aber auch die entbehrungsreiche und leidvolle Geschichte der ,zweiten Söhne‘. Diese waren im Gebiet, in dem das Majoratsgesetz (Vorrecht des Ältesten auf das Erbgut; Anm. d. Red.) galt, nicht erbberechtigt. Ihnen blieb nur die Hoffnung, in einen anderen Hof einheiraten zu können, Knecht des hoferbenden Bruders zu sein oder aber der Weggang.” Um dem entgegenzuwirken, so Hoops weiter, habe der König in Hannover 1832 eine Verordnung erlassen, die ermöglichte, in bisher ungenutzten Moorgebieten, Neugründungen, sogenannte Moorsiedlungen, entstehen zu lassen.

Die Romane sind wie eine Zeitreise durch die Geschichte unserer Heimat im Elbe-Weser-Raum.

Jürgen Hoops

Hoops: „Jürgen Christian Findorff wurde am 20. September 1771 von Georg III. offiziell zum Moorkommissar ernannt. Seit 1752 arbeitete Findorff bei der Moorkolonisation, welches ein Projekt des Kurfürsten von Hannover war und die Trockenlegung der Moore zwischen Hamme und Wümme zum Ziel hatte, um sie besiedeln zu können. Damit wurde vielen Landeskindern die Möglichkeit eröffnet, sich über Generationen hinweg bis zum stolzen Besitzer einer ehemaligen Moorkate hochzuarbeiten. Es war quasi eine Auswanderung im eigenen Land, die viele hoffnungsvoll ergriffen, die jedoch Unzähligen auch einen frühen Tod oder das Scheitern bescherte.”

Die Romane, so der Autor, „sind wie eine Zeitreise durch die Geschichte unserer Heimat im Elbe-Weser-Raum am Beispiel einer Familie, wie sie viele andere Familien auch erlebt haben. Noch heute, mehr als 250 Jahre später, leben viele stolze Nachfahren auf dieser Scholle und noch immer mit dem Familiennamen Hoops.”

Das Buch

Das erste Buch „Muttererde” von Jürgen Hoops‘ historischen Familiensaga „Die Moorsiedler” ist in dem wissenschaftlichen Fachbuchverlag Ibidem, Stuttgart, erschienen. Das 245 Seiten umfassende Buch (Paperback 19,90 Euro, e-book 9,99 Euro) hat viele Bezüge zum Kreis Rotenburg und darüber hinaus. Das Werk ist im Buchhandel ab 1. Oktober oder onlineunter www.hoops-archive.de erhältlich.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Meistgelesene Artikel

Gaspreis steigt im nächsten Jahr deutlich

Gaspreis steigt im nächsten Jahr deutlich

Gaspreis steigt im nächsten Jahr deutlich
Enkelin Antje Modersohn über familiäre Verbindungen Otto Modersohns in die Samtgemeinde

Enkelin Antje Modersohn über familiäre Verbindungen Otto Modersohns in die Samtgemeinde

Enkelin Antje Modersohn über familiäre Verbindungen Otto Modersohns in die Samtgemeinde
Flüchtlinge bauen Sitzmöbel: Neue Bänke für Nordpfade

Flüchtlinge bauen Sitzmöbel: Neue Bänke für Nordpfade

Flüchtlinge bauen Sitzmöbel: Neue Bänke für Nordpfade
Bürgermeister Andreas Weber geht in den Ruhestand

Bürgermeister Andreas Weber geht in den Ruhestand

Bürgermeister Andreas Weber geht in den Ruhestand

Kommentare