KOMMUNALWAHL CDU bleibt stärkste Kraft / Grüne und FDP gewinnen dazu

Jünger und paritätischer im Scheeßeler Gemeinderat

Plakate, die aus dem Rückspiegel des Autos zu sehen sind.
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Nach der Kommunalwahl ist vor der Bundestagswahl: Die Parteien nehmen teils ihre Plakate ab, andere bleiben noch bis zum 26. September hängen.

Scheeßel hat eine neue Bürgermeisterin und auch die Entscheidung, wer künftig im Stadtrat sitzen wird, ist gefallen. Es gibt einige Veränderungen, aber anderes bleibt auch beim Alten.

Scheeßel – Die Entscheidung in Scheeßel ist gefallen, es gibt mit Ulrike Jungemann (CDU) eine neue Bürgermeisterin und der Gemeinderat stellt sich neu auf. In den ziehen am 1. November viele bekannte, aber auch einige neue Gesichter ein. Dabei verjüngt er sich, denn unter anderem zwei Eichenschüler, Bennett Meyer für die CDU und Fabienne Schneider für die Grünen, haben einen Platz errungen – eine Seltenheit, sagt Stefan Behrens, Allgemeiner Stellvertreter der Bürgermeisterin.

An den Verhältnissen ändert sich derweil nicht viel: Mit nach wie vor 14 Sitzen ist die CDU weiterhin die stärkste Kraft. „Wir haben das Ergebnis halten können“, so Günter Bassen, Gemeindeverbandsvorsitzender. Insgesamt konnten sie ihr Wahlergebnis um zwei Prozentpunkte steigern im Vergleich zur Kommunalwahl 2016, „darüber freuen wir uns“. Mit den neuen und alten Mitgliedern habe man ein „breites Portfolio für viele Gedanken und Meinungen zu Sachthemen“. Vor allem, dass sie weiblicher und jünger geworden seien, freut sich Bassen.

Für sie, aber auch alle anderen Parteien und Gruppen, geht es nun in die Gespräche. Eine Zusammenarbeit wolle die Scheeßeler CDU allen anbieten. Auf Nachfrage zeigen sich auch die weiteren Fraktionen und Gruppen offen in alle Richtungen. Marc Ostrowski, Vorsitzender der SPD Scheeßel, erwähnt die zuletzt harmonische Zusammenarbeit, auf die man aufbauen wolle – auch, wenn die SPD einen Sitz eingebüßt hat. „Zufrieden kann man damit nicht sein.“ Ein gutes Angebot haben sie der Gemeinde gemacht, findet er, doch das Fehlen eines eigenen Bürgermeisterkandidaten war „eventuell mit ausschlaggebend“, denn die SPD hat auch drei Prozentpunkte zur letzten Wahl verloren. Aber: Der Rat ist jünger, paritätischer. Das sei gut und wichtig.

Keine absolute Mehrheit

Eine absolute Mehrheit hat keiner errungen, was Knut Nagel, der mit einem Sitz für die WFB den Status quo hält, positiv bewertet: „Das macht die Gemeindearbeit interessanter.“ Insgesamt haben sieben Parteien und Gruppen genügend Wählerzuspruch erhalten, geschlagen geben mussten sich Einzelbewerber Carl Schmaucks und die Bürgerliste Klima, Gesundheit, Soziales.

Die Grünen gewinnen – sowohl an Wählerstimmen, da sie mehr als drei Prozentpunkte zur vergangenen Wahl zulegen konnten, als auch einen zusätzlichen Sitz im Rat. Das freut Sprecherin Birgit Ricke: Dadurch kommt ihre jüngste Kandidatin, Fabienne Schneider, zum Zug. „Wir sind total happy über den Wahlausgang und freuen uns, dass sie den Mut hatte, sich aufstellen zu lassen.“ Insbesondere, wenn sie an den Wahlkampf zurückdenkt, der auch mit einigen zerstörten Plakaten einherging. Jetzt gehe es für das komplett neue Grünen-Ratsteam in Gespräche. Eine Zusammenarbeit mit den Unabhängigen Grünen Scheeßel (UGS) könne man sich hier ebenso wie bei der SPD gut vorstellen, wolle aber mit allen sprechen und schauen, wo die meisten Gemeinsamkeiten liegen.

FDP zieht als Fraktion in den Rat ein

Mehr als 700 Stimmen gab es für die WFB, was Nagel „positiv überrascht“ hat. „Das ist ein tolles Ergebnis.“ Die bewährte Zusammenarbeit mit der FDP könnte er sich weiterhin gut vorstellen – was auf Gegenseitigkeit beruht. Diese kann indes als Fraktion in den Rat einziehen und hat sich einen zusätzlichen Sitz geholt: Carsten Gehse ist zufrieden. „Es freut mich, dass wir verdoppeln konnten.“ Gemeinsam mit Sören Hesse will er die Ratsarbeit künftig mitgestalten.

Neu in den Rat ziehen die Freien Wähler ein – ihren einzigen Platz im Rat erhält Michael Urban. Die UGS hingegen büßt einen Platz ein, ab sofort sitzt für sie nur noch Gabriela Villwock im Rat.

Schaut man sich einmal die Wahlbeteiligung an, schneiden Scheeßels Wahllokale schlecht ab: Keines kommt über 50 Prozent. Auf den Dörfern ist die Beteiligung höher, in Wohlsdorf sogar über 80 Prozent. Das könnte mit der Briefwahl zusammenhängen, die ausgiebig angenommen wurde, vermutet Behrens. Zumal die Ergebnisse in den Dörfern in die Urnenwahl eingeflossen sind, während es im Scheeßeler Rathaus eigene Briefwahlteams gab. Insgesamt hat sich die Wahlbeteiligung zu 2016 jedoch kaum gesteigert: von 62 auf 63 Prozent. Behrens: „Da ist noch Luft nach oben.“

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