„Jetzt ist eine rote Linie überschritten“

Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU)

Scheeßel – In Kürze wird der Scheeßeler Gemeinderat darüber zu entscheiden haben, ob dem Antrag der gewerblichen Betreiber einer örtlichen Biogasanlage zum geplanten Standort zweier Wärmespeicher auf öffentlichem Grund, nämlich dem Gelände der Beekeschule, stattgegeben werden soll (wir berichteten). Gestern nun meldete sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) in der Angelegenheit zu Wort. Nachfolgen ihre Stellungnahme im Wortlaut:

„Die Zusammenarbeit mit der Bioenergie GmbH & Co. KG am Standort Beekeschule ist immer wieder problembehaftet. Von deren Seite gibt es kein Verständnis für die vorrangigen schulischen Belange. Schule braucht Entwicklungsraum. Bevor ich Gemeinbedarfs- Schulraum und Schulsportfläche einer Kapitalgesellschaft für deren Gewinnoptimierung und Erhalt höherer Subventionen überlasse, prüfe ich genau die Vor- und Nachteile aus Sicht des Schulträgers. Ich kann nur Nachteile für die schulische Entwicklung erkennen, wenn die zwei Pufferspeicher an dem beantragten Standort zugelassen werden. Als Schulträger schränke ich mich dauerhaft in der Nutzung des Schulgeländes ein – und das, obwohl bereits konkrete schulische Planungen anstehen. Ich jedenfalls werde im Rat pro Schule entscheiden.

Vor dem Hintergrund des Gesamtvorhabens – ein zweites Blockheizkraftwerk im Schulgebäude, zwei Pufferspeicher und Wärmeleitungen auf dem Schulgelände – wandelt sich die bisher nur der Schule dienende Anlage von der Grundausrichtung, es ist der Einstieg in einen gewerblichen Standort gegeben. Was kommt als nächstes? Ich sehe eine Verfestigung und Ausweitung des Gewerbes auf dem Schulgelände. Das hat Präzedenzwirkung und wird den Rat in Erklärungsnot bringen. Es sind seitens der Schule viele Kompromisse gemacht worden für die Bioenergie Scheeßel GmbH & Co. KG. Jetzt ist eine rote Linie überschritten. Ich werde den Pufferspeichern an dem Standort nicht zustimmen. Dem Wärmenetz stehe ich positiv gegenüber.

Und noch etwas: Der von der Kapitalgesellschaft angeführte Vorteil einer günstigen Wärmeversorgung der Schule über 2031 hinaus erweist sich bei genauer Betrachtung als Behauptung.“

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