„Herbstgespräch“ im Jeersdorfer Hof

Mohr: „Jetzige Regierung hat keine Impulse gesetzt“

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Die Protagonisten des „Herbstgesprächs“ (v.l.): Manfred Lieder, Vorsitzender des Scheeßeler CDU-Gemeindeverbandes, Eike Holsten, Rolf Ludwig und Adrian Mohr.

Jeersdorf - „Das Land muss mehr in den Sport investieren“, betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Adrian Mohr auf dem „Herbstgespräch“, zu dem der heimische CDU-Landtagskandidat Eike Holsten in den Jeersdorfer Hof eingeladen hatte. Thema war der Sport und die Sportförderung.

Mohr, der sportpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion aus dem Nachbarlandkreis Verden, blickte auf die Sportpolitik der jetzigen Landesregierung. Seine Bilanz fiel ernüchternd aus: „Die jetzige Regierung hat im Sport in den vergangenen Jahren keine Impulse gesetzt. Zwar stehen Mittel von 31,4 Millionen Euro für den Sport zur Verfügung, aber besteht bei den Vereinen im Land ein enormer Sanierungsstau.“

Und: „Der Innenminister hat sich hingestellt und erklärt, der Sport komme mit den Mitteln aus. Das steht in einem Widerspruch mit einem Brandbrief, den der Landessportbund jüngst an die Landtagsabgeordneten sendete und verlangte, die Mittel für Sport müssten dauerhaft erhöht werden.“

Mohr konkretisierte seine Aussage: „Die CDU als verlässlicher Partner des Sports will, ist sie in der Regierungsverantwortung, für die kommenden fünf Jahre insgesamt 100 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen für Sportstätten den Vereinen und den Kommunen zur Verfügung stellen.“

Und er legte nach: „Auch sollten wir vorantreiben, dass junge Leute die Chance haben, ein Freiwilliges Soziales Jahr in den Sportvereinen zu absolvieren. Gerade kleine Vereine würden davon profitieren, aber für sie ist die Finanzierung noch eine Hürde. Hier brauchen wir neuen Ideen“.

Ludwig: Kleine Vereine gehen nahezu leer aus

In der anschließenden Diskussion erklärte Rolf Ludwig, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine, in größere Vereine werde Geld investiert, und bei den Kleinen käme fast nichts an. Die Schere ginge immer weiter auseinander. Auch könne es nicht angehen, dass Verbände, wenn sie kein Geld hätten, ihre Verbandsabgaben erhöhen. „Wir Vereine brauchen mehr Unterstützung“, forderte Ludwig.

Mohr entgegnete: „50 Prozent der Lotto-Stiftung gehen in die Region Hannover. Verbandsabgaben fließen in die Eigenverwaltung des Verbandes.“ Seinen Worten nach müsse die Politik den Sport mehr unterstützen, weil Stiftungsgelder mit ihren niedrigen Erträgen bei der aktuellen Zinspolitik fast wegbrechen.“

Eltern von Schwimmtalenten beim TuS Rotenburg kritisierten die unzureichenden Trainingszeiten in der Stadt. „Wir sind am Thema dran“, versicherte Eike Holsten. Mohr: „Wir bekommen keinen Breitensport, wenn wir den Spitzensport vernachlässigen, und umgekehrt. Wir brauchen vernünftige Trainingsbedingungen, damit jeder seinen Sport ausüben kann.“

woe

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