Neue Station bei der Natur-Spurensuche

Besuch bei den Wasserbüffeln

Die 13 Wasserbüffel von Jürgen Wahlers entpuppten sich als Höhepunkt der Nabu-Spurensuche im Kinderferienprogramm. - Foto: Heyne

Jeersdorf - „Natur-Spurensuche“ im Jeersdorfer Holz: Auch in diesem Jahr haben Wilfried Glauch und Michael Himmel gemeinsam mit dem Scheeßeler Ortsverein der SPD die beliebte Aktion im Kinderferienprogramm organisiert.

In Kleingruppen ziehen die 25 Kinder los. „Angemeldet waren 20, aber wir lassen niemanden im Regen stehen“, meint SPD-Fraktionsmitglied Johannes Hillebrand mit einem Blick auf die Schlammpfützen auf den Wegen im Wald. Die Teilnehmer sind entsprechend mit Gummistiefeln und „Buddelhose“ gerüstet. Viele sind nicht zum ersten Mal dabei, wie Jasmin Lemke. Im vergangenen Jahr hat der Achtjährigen besonders der Weitsprung gefallen. Heute springt sie so weit wie ein Marder; ihre Mitstreiterin Iken Villwock schafft es bis zum Hasen-Schild, also immerhin zwei Meter. Bis zum Rothirsch schafft es keiner aus der „Dachsgruppe“ – aber mit Zollstock auf dem Waldboden verdeutlicht, ringt die Leistung des „Top-Athleten“ der Waldbewohnern mit neun Metern den vier Mädchen Respekt ab.

An einer anderen der insgesamt sechs Stationen liegt ein Sammelsurium aus Dingen auf einer Decke. Die Frage: „Was gehört nicht in den Wald?“ können die meisten Kinder nicht nur beantworten, sondern auch begründen: „Die Farbe – wenn die ausläuft, wird das Grundwasser vergiftet und die Bäume fallen um!“ Auch Plastiktüte, Draht und Batterie werden so schnell als schädlich ausgemacht. Am Ende der Tour wird sich zeigen, dass die Sechs- bis Zehnjährigen die Lektion verinnerlicht haben: Die Verpackung der süßen „Wegzehrung“ ist bei den meisten in der Hosentasche gelandet; einer hatte unterwegs gefragt: „Wo gibt es denn hier einen gelben Sack?“

Tiere identifizieren, selbst ein Vogelnest bauen: Das kennen viele schon. Neu ist die Wasserbüffelstation. Warum die großen, neugierigen Vierbeiner, die ausgiebig von Nahem beäugt und von Mutigen sogar gestreichelt werden, einen Swimmingpool bauen und was das alles mit Insekten und Vögeln zu tun hat, erklären „Büffelpapa“ Jürgen Wahlers und Naturwissenschaftler Hans-Georg Wagner. Spielerisch setzen sie die imaginäre „Was passiert dann?“-Maschinerie in Gang und vermitteln so Wissen über die Nahrungskette und Grundsätze der naturnahen Beweidung. Den Kindern gefällt‘s: „Das Kalb hat in den Pool gepippit!“, hat Tom Liebscher beobachtet, während seine Team-Mitglieder einen Käfer im Kuhfladen entdeckt haben. Am Ende gibt es lauter Gewinner: Die Teilnehmer und die Natur, über die die insgesamt 50 Kinder in zwei Stunden morgens und nachmittags eine Menge Wissenswertes erfahren haben. - hey

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